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Bildung 3D-Druck beim Einsatz in der Schule

Redakteur: Katharina Juschkat

Ein 3D-Drucker im Unterricht kann Schüler und Studenten auf die Arbeitswelt vorbereiten und neue Unterrichtsmodelle unterstützen. Eine aktuelle Umfrage des 3D-Druck-Unternehmens Makerbot zeigt, wie es um den Einsatz von 3D-Druck in Schulen steht.

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Oft scheitert der Einsatz von 3D-Druck in der Schule noch an fehlendem Budget.
Oft scheitert der Einsatz von 3D-Druck in der Schule noch an fehlendem Budget.
(Bild: ©David Fuentes, stock.adobe.com)

Das 3D-Druck-Unternehmen Makerbot, eine Tochtergesellschaft von Stratasys, hat untersucht, wie 3D-Druck weltweit in Schulen eingesetzt wird und den Bericht „Trends in 3D Printing and Steam Education“ veröffentlicht. Auffällig ist vor allem, dass der Einsatz von 3D-Druckern in der Bildung steigt: So verwenden 63 Prozent der Befragten 3D-Druck, um Schüler besser auf die Arbeitswelt vorzubereiten.

Der CEO von Makerbot, Nadav Goshen, erklärt: „Erschwingliche und einfach zu bedienende 3D-Drucker, integrierte Unterrichtspläne und Online-Ressourcen für den 3D-Druck haben die Technologie für viele Bildungseinrichtungen attraktiv gemacht.“

Hintergrund zur Studie

Die Befragung des US-amerikanischen Unternehmens „Trends in 3D Printing and Steam Education“ fand weltweit unter 1.000 Bildungsexperten statt - der Fokus lag dabei auf Nordamerika (60 Prozent). Die restlichen Befragten stammten aus Asien (15 Prozent), Europa (14 Prozent), Südamerika (8 Prozent), Ozeanien (2 Prozent) und Afrika (2 Prozent). Sie unterrichten verschiedene Disziplinen wie 3D-Druck, Kunst & Design, Mathematik, Ingenieurwesen, Sprachstudien, Geschichte und mehr.
Sogenannte „Steam“-Fächer bezeichnen im englischsprachigen Raum Unterrichtsfächer aus dem Bereich Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen, Kunst und Mathematik.

Zur Studie

Goshen hält die Bedeutung des 3D-Druckens im Bildungswesen für groß: „Der Bericht zeigte die Verlagerung von traditionellen Lernumgebungen hin zu interaktiveren und ansprechenderen Ansätzen. Durch die Vermittlung mittels 3D-Druck eröffnet das den Schülern und Studenten neue Möglichkeiten und erweckt Ideen zum Leben.“

Die spannendsten Erkenntnisse aus dem Bericht im Überblick:

  • Günstig & Benutzerfreundlich: Kosten, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit spielen bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle. 95 Prozent der Befragten bewerteten die Zuverlässigkeit als einen wichtigen Vorteil, während 90 Prozent die Benutzerfreundlichkeit und 89 Prozent die Kosten für wichtig hielten.
  • Inspirationen Online: 65 Prozent der Befragten gaben an, dass Online-Schulungsprogramme ihnen helfen würden, die Technologie besser zu implementieren, während 63 Prozent bzw. 56 Prozent der Befragten auch Unterrichtspläne und pädagogische Webinare als nützliche 3D-Druck-Ressourcen nannten.
  • Ressourcenproblem: Das Unterrichten von Steam-Fächern erfordert Ressourcen, über die die Schulen nicht immer verfügen. Budgetbeschränkungen (56 %), unzureichende Ausstattung (45 %) und mangelnde technische Ausbildung (39 %) wurden hier als die größten Herausforderungen genannt.
  • Neue Unterrichtsmodelle: Authentische Lernerfahrungen werden zu einer beliebten neuen Lehrmethode: Design-basiertes Lernen (57 %), integriertes Lernen (51 %) und kollaboratives Lernen (49 %) wurden von den Befragten als die wichtigsten Lehrmethoden genannt. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie noch traditionelle Lernsettings mit Schülern verwenden.
  • Praktische Fähigkeiten lernen: Der 3D-Druck ist weit verbreitet, um praktische Fertigkeiten zu entwickeln, die auch außerhalb des Klassenzimmers eingesetzt werden können. Die Befragten nannten die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten (63 %), Fähigkeiten für zukünftige Karrieren (63 %) und kreatives Denken (63 %) als wichtigste Gründe für die Einführung des 3D-Drucks.
  • 3D-Druck-Ökosystem gewünscht: Pädagogen wollen mehr als nur einen 3D-Drucker. Sie wollen ein vollständiges 3D-Druck-Ökosystem. 82 Prozent der Befragten nannten 3D-Druckressourcen (d. h. Unterrichtspläne, Schulungsprogramme usw.) als wichtige Faktoren bei der Wahl eines 3D-Druckers.

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