Mondrover 3D-Druck erobert Raumfahrtprojekt

Redakteur: Sandro Kipar

Das Raumfahrtunternehmen Lockheed Martin entwickelt gemeinsam mit General Motors einen vollautonomen Mondrover. Unterstützt wird die Entwicklung von Makerbot 3D-Druckern.

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Lockheed Martin Space nutzt Method X zur Herstellung von Bauteilen für das Mondrover-Projekt.
Lockheed Martin Space nutzt Method X zur Herstellung von Bauteilen für das Mondrover-Projekt.
(Bild: Makerbot)

Ein Labor voller 3D-Drucker. Den Forschern von Lockheed Martin, einem Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigungsunternehmen, reichte das offenbar nicht für sein neues Projekt. Laut dem 3D-Druck-Unternehmen Makerbot wird das Labor in Kalifornien mit Makerbot Method X 3D-Druckplattformen ergänzt. Damit kann das Forscherteam Bauteile aus Nylon-Kohlefaser und ABS drucken, so das Unternehmen. Mit Method X soll eine Reihe von Bauteilen für das Prototyping gedruckt werden, darunter Gehäuse für eingebettete Systeme, Sensorhalterungen und andere Teile.

Viele dieser Teile werden mit Makerbot ABS gedruckt und sind so konzipiert, dass sie Wüstenhitze, UV-Bestrahlung, Feuchtigkeit und anderen Umweltbedingungen standhalten, heißt es weiter. Kombiniert werde der Druck mit löslichem Stratasys SR-30 Stützmaterial. Dies ermögliche auch organische Formen, die durch herkömmliche Bearbeitung nicht herstellbar wären.

3D-Druck im Weltraum

Lockheed Martin setzt den 3D-Durck nicht nur für Prototypen ein. Das Unternehmen produziert damit auch Bauteile, die in verschiedenen Raumfahrtplattformen zum Einsatz kommen sollen. Durch die Vereinfachung der Produktion und durch die Reduzierung der nötigen Bauressourcen können die Forscher sich außerdem vorstellen, den 3D-Druck in den Weltraum zu verlagern. „Sie haben das Teil auf der Erde entworfen, gedruckt und getestet. Jetzt weiß man, dass man in Zukunft das gleiche Teil im Weltraum 3D-drucken kann, weil man gezeigt hat, dass das Material und das Teil dort funktionieren“, sagt Aaron Christian, Senior Mechanical Engineer bei Lockheed Martin Space. In Kombination mit einem digitalen Inventar von Teiledateien senke der 3D-Druck im Weltraum die Kosten, da die Notwendigkeit der Lagerung und der mehrfachen Reisen entfällt.

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