LCM-Technologie 3D-Druck von keramischen Zahnimplantaten

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit der Lithographie-basierten Keramikfertigung soll es in Zukunft möglich sein, hochfeste und biokompatible Zahnimplantate effizient herzustellen. Dafür haben sich LCM-Technologie-Anbieter Lithoz, Keramikhersteller und Implantatentwickler Metoxit und Zahnklinik-Chef Dr. Jens Tartsch in einem Projekt zusammengeschlossen.

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Die mittels LCM hergestellten Implantate passen sich der restaurierten Krone an und weisen eine hohe mechanische Festigkeit auf.
Die mittels LCM hergestellten Implantate passen sich der restaurierten Krone an und weisen eine hohe mechanische Festigkeit auf.
(Bild: Lithoz)

In der modernen Zahnmedizin spielen Zahnimplantate eine wichtige Rolle bei der Rekonstruktion und Wiederherstellung fehlender Zähne. Ästhetik, Komfort und biokompatible Materialien sind hier von großer Bedeutung. Implantate müssen gut in den Knochen einwachsen können und den hohen täglichen Belastungen standhalten. Defekte wie Poren oder Risse werden nicht toleriert. Die Lithography-based-Ceramic-Manufacturing(LCM)-Technologie von Lithoz will diese Anforderungen erfüllen.

Laut Lithoz passen sich die mittels LCM hergestellten Implantate an die restaurierten Kronen an und weisen eine hohe mechanische Festigkeit auf. Die verwendeten keramischen Materialien besitzen zudem biokompatible Eigenschaften und bieten eine gute Haftung zwischen Knochen und Implantat. Die LCM-Technologie ermögliche auch eine große Vielfalt an Formen und Größen, so dass jeder Bedarf für unterschiedliche Patienten erfüllt werden kann, heißt es.

Die LCM-Technologie

Beim Lithography-based-Ceramic-Manufacturing wird aus einer Keramikpulver-Monomer-Suspension anhand von CAD-Daten ein Grünkörper Schicht für Schicht aufgebaut. Dieser wird anschließend einer thermischen Behandlung bis 1600 °C unterzogen. Das Ergebnis sind Produkte mit glatten und glänzenden Oberflächen, die säure- und hitzebeständig, lebensmittelecht und biokompatibel sind. Komplizierte Details wie Innengewinde und Oberflächenmodifikationen lassen sich direkt im Prozess umsetzen.

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