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3D-Druck vs. Corona 3D-druckbarer Gesichtsschutz für medizinisches Personal

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. In diesem Artikel geht es um die einen 3D-gedruckten Gesichtsschutz, der vor allem für medizinisches Fachpersonal in Krankenhäusern essenziell wichtig ist.

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Ein Gesichtsschutz aus dem 3D-Drucker. Damit kann das medizinische Personal in Krankenhäusern vor einer potenziellen Ansteckung geschützt werden.
Ein Gesichtsschutz aus dem 3D-Drucker. Damit kann das medizinische Personal in Krankenhäusern vor einer potenziellen Ansteckung geschützt werden.
(Bild: prusaprinters.org )

Die Coronavirus-Pandemie kontrolliert mittlerweile die ganze Welt und betrifft jeden Bereich. Ob im Arbeits- oder persönlichen Kontext. Hersteller sowie Unternehmer der 3D-Druck Branche stellen nun ihre Zeit, Know-how und Druckkapazitäten zur Verfügung, um Engpässe bei Lieferketten zu reduzieren beziehungsweise vorzubeugen.

Um medizinisches Fachpersonal in Krankenhäusern noch besser vor dem Virus zu schützen, entwickelte Prusa einen 3D-druckbaren Gesichtsschutz für genau diese Zielgruppe. Der Gesichtsschutz wurde entwickelt und vor Ort prototypisch umgesetzt, damit das Personal vor einer möglichen Ansteckungsgefahr durch Husten und Niesen der infizierten Patienten besser geschützt ist.

Dateien des Gesichtsschutzes stehen auf der Website zum Download bereit

In nur drei Tagen wurde der Gesichtsschutz entwickelt und auch von dem tschechischen Gesundheitsministerium geprüft. Die ersten 10.000 der gedruckten Schilde wurden vom Gesundheitsministerium gespendet. Die Dateien für den 3D-Druck kann man von deren Website beziehen. Die Firma empfiehlt bei dem Druck des Schutzes, die Teile dafür in PETG auszudrucken.

Gesichtsschutz nur zum Einmalgebrauch

Prusa verweist darauf, dass das Covid-19 Virus auf Plastik bis zu 90 Stunden überlebensfähig ist und gerade Artikel, welche derzeit in Krankenhäusern eingesetzt werden, leicht kontaminiert werden und es auch bleiben können. Daher rät das 3D Unternehmen, den Gesichtsschutz einmalig zu verwenden, um gesundheitlich auf der sicheren Seite zu sein.

Zusätzlich können Erfahrungswerte unter dem Download-Bereich geteilt werden, sodass bei dem Druck der Masken das bestmögliche Ergebnis erzielt wird.

3D-Druck vs. Corona

Genau hier setzt auch unser neues Crowd-Innovation-Projekt an:

Als Plattform für News rund um die additive Fertigung rufen wir auf, sich bei unserer Crowd-Innovation-Plattform zu beteiligen. Mit der Schwarmintelligenz der Masse wollen wir folgender Frage nachgehen:

Wie kann man mithilfe der additiven Fertigung Lösungen kreieren, die vorbeugend als auch akut die Verbreitung von Viren und deren Konsequenzen eindämmen?

Mögliche Ansatzpunkte könnten sein:

  • Welche “Virenschleudern” begegnen dir im Alltag? (zu Hause, im Büro, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, im Supermarkt, etc.)
  • Welche Schwierigkeiten beobachtest du im Rahmen der aktuellen Pandemie (möglicherweise außerhalb deines eigenen Alltags), die mithilfe von 3D-Druck/der additiven Fertigung umgangen/erleichtert werden könnten?
  • Welche Materialien bieten den Viren weniger/keine Zeit zum Überleben?
  • Wie könnte 3D-Druck Ärzte, Pflegepersonal und Angestellte im medizinischen Bereich unterstützen?

So kann sich jeder, der Ideen hat und sonst keine Möglichkeit hätte diese zu verwirklichen, mit einem Lösungsvorschlag einbringen, der dann von einem Unternehmen in der 3D-Branche umgesetzt werden kann.

#flattenthecurve #3DxCorona

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