Suchen

3D-Druck vs. Corona 3D-Druckerfarm in Ungarn produziert mehr als 5.000 Masken

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. In Ungarn wurde in den schnellen Ausbau einer 3D-Druckerfam investiert, welche aus 12 Druckern, Software und Printmaterialien besteht. Die entstandenen Kapazitäten werden für den Druck von PSA genutzt.

Firma zum Thema

Das ungarische 3D-Druck-Unternehmen CraftUnique investierte in den Ausbau einer 3D-Druckerfarm um mehr persönliche Schutzausrüstung, wie beispielsweise Gesichtsschutzvisiere, in kurzer Zeit drucken zu können.
Das ungarische 3D-Druck-Unternehmen CraftUnique investierte in den Ausbau einer 3D-Druckerfarm um mehr persönliche Schutzausrüstung, wie beispielsweise Gesichtsschutzvisiere, in kurzer Zeit drucken zu können.
(Bild: CraftUnique)

CraftUnique, ein ungarischer 3D-Drucker-Hersteller setzt seinen 3D-Druckermodell CraftBot im Kampf gegen COVID-19 ein, um persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu fertigen. Um mehr PSA in kürzerer Zeit fertigen zu können investierte das Unternehmen jetzt in eine eigne Druckerfarm in Ungarn. Diese besteht aus 12 Druckern, Software und Printmaterialien.

In dieser 3D-Printfarm wurden schon etwa 5.000 Masken additiv gefertigt, welche an ungarische Krankenhäuser und Unternehmen in der Umgebung überreicht wurden. Auch Vertriebspartner in anderen Ländern sind von der Idee angetan und wollen das Konzept umsetzen.

CraftUnique hilft diesen Vertriebspartnern bei dem Aufbau der 3D-Druckfarmen, damit diese den Betrieb innerhalb weniger Tage aufnehmen und PSA-Teile produzieren können. Dadurch können Unternehmen die medizinischen Einrichtungen vor Ort mit Schutzausrüstung unterstützen. Um 3D-Druckfarmen auch außerhalb von Ungarn zu ermöglichen unterstützt das Unternehmen, trotz geschlossener Grenzen, andere europäische Länder bei dem Vorhaben eine 3D-Druckfarm zu eröffnen.

In Deutschland stellen Partner die Produktion um

In Deutschland stellten schon drei Partner von CraftUnique ihre Produktion auf die Fertigung von Masken, sowie weiterer medizinischer Materialien um. Dabei kommen neben dem CraftBot auch noch andere 3D-Drucker des ungarischen Unternehmens zum Einsatz.

3dl.berlin stellt neben den Masken auch Gesichtsvisiere mithilfe von 3D-Druck her. 5.000 Gesichtsschutzschilder konnte das Unternehmen schon an Krankenhäuser weitergeben. Zum Druck werden verschiedene Modelle des CraftBot verwendet. Die Drucker laufen rund um die Uhr, um weitere Schutzausrüstung zu produzieren.

Heuron druckt Masken im Ruhrgebiet. Dort werden auch verschiedene Modell des CraftBot eingesetzt, um Masken zu produzieren, welche nicht nur an medizinisches Fachpersonal, sondern auch an die Polizei, Feuerwehr, Kosmetiker oder Privatpersonen ausgegeben werden.

Ein weiteres Unternehmen aus der 3D-Druck-Branche nutzt diverse CraftBot-Modelle für den Druck von Gesichtsvisieren und Mund-Nasen-Masken: Ruhrsource. Mehr als 1.000 Visiere und Türöffner produzierte das Unternehmen seit Ende März zum Selbstkostenpreis.

Ein Übersicht additiver Hilfsangebote zur Bewältigung der Corona-Pandemie finden sie hier.

(ID:46594925)