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Marktnews 3D-Druckerhersteller Stratasys baut etwa 10 Prozent der Belegschaft ab

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Die Corona-Krise geht auch an den Herstellern von professionellen 3D-Druckern nicht schadlos vorbei. Der 3D-Druckerhersteller Stratasys sieht sich gezwungen, 10 Prozent des Personals abzubauen.

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Der 3D-Druckerhersteller Stratasys sieht sich gezwungen, 10 % des Personals weltweit abzubauen.
Der 3D-Druckerhersteller Stratasys sieht sich gezwungen, 10 % des Personals weltweit abzubauen.
(Bild: gemeinfrei // unsplash)

Stratasys gab Anfang Juni bekannt, dass das Unternehmen seine weltweite Belegschaft im Rahmen eines strategischen Plans reduziert. Diese Verkleinerung, die aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 früher vorangeschritten ist, wird ca. 10 % der Mitarbeiter betreffen und soll die Betriebskosten als Teil eines Kosten-Neuausrichtungsprogramms senken, um sich auf profitables Wachstum zu konzentrieren. Das Unternehmen geht davon aus, dass der größte Teil der Reduzierung im zweiten Quartal stattfinden und die Reduzierung im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein wird.

Wie wir bereits berichteten, trifft die Corona-Krise die meisten 3D-Druckerhersteller schwer: Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Context, weist vor allem der wichtige Markt für 3D-Industriedrucker (> 100.000 US-Dollar) einen Absatzrückgang von -23 % auf. Dabei hatten die Hersteller von Polymerdruckern schon 2019 mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen. Während die industrietauglichen 3D-Metalldrucker 2019 insgesamt zulegen konnten, schrumpfte der Markt für 3D-Polymerdrucker, die mindestens 20.000 US-Dollar kosten, um -5 %. Der Marktführer Stratasys konnte, trotz eines Rückgangs im Anlagenverkauf von -12 %, seine Spitzenposition im Jahr 2019 behaupten. Angesichts der allgemein schlechten Marktdaten überraschen die positiven Quartalszahlen des deutschen Herstellers SLM Solutions. Mit einem Gesamtumsatz von 17,8 Mio. Euro konnten die Lübecker ihren Umsatz aus 2019 (7,3 Mio. Euro) mehr als verdoppeln.

Personalabbau soll Stratasys langfristig gesunden

"Dieser Personalabbau ist ein schwieriger, aber wesentlicher Schritt in unserem laufenden strategischen Prozess, der darauf abzielt, das Unternehmen besser für nachhaltiges und rentables Wachstum zu positionieren", sagte Yoav Zeif, Chief Executive Officer von Stratasys. Laut Zeif sollen angekündigte Produktentwicklungen durch den kommenden Personalabbau nicht verzögert werden.

Stratasys geht davon aus, dass die Größenanpassungsbemühungen in Verbindung mit anderen Maßnahmen zur Kostenreduzierung die jährlichen Betriebsausgaben um etwa 30 Millionen US-Dollar senken werden. Das Unternehmen wird vor allem im zweiten Quartal dieses Jahres Abfindungskosten in Höhe von ca. 6 Millionen US-Dollar zu tragen haben.

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