Filament 3D-Druckmaterial für Bauwerksschalungen entwickelt

Redakteur: Alina Hailer

In Zusammenarbeit mit Big-Rep hat BASF 3D-Printing-Solutions ein Concrete-Formwork-Filament aus Kunststoff entwickelt, das sich für die Herstellung von Schalungslösungen eignet.

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Diese 3D-gedruckte Schalungslösung wurde mit dem Big Rep One für das Bauunternehmen Geiger gefertigt. Die anschließend gegossenen Betonelemente dienen der Restaurierung von fünf Meter hohen Fensterrahmen.
Diese 3D-gedruckte Schalungslösung wurde mit dem Big Rep One für das Bauunternehmen Geiger gefertigt. Die anschließend gegossenen Betonelemente dienen der Restaurierung von fünf Meter hohen Fensterrahmen.
(Bild: BigRep)

Im Bauwesen stoßen konventionelle Schalungslösungen oft an ihre Grenzen, wenn es um komplexere Bauelemente geht. Ohne den 3D-Druck sind einige Designs wie organische Geometrien, doppelt gekrümmte Oberflächen und Hohlräume nicht herstellbar. Sie erfordern hochqualifizierte Arbeitskräfte für den Bau von maßgeschneiderten Elementen, was zu hohen Kosten, langen Vorlaufzeiten und Materialverschwendung führt.

Die Kooperation zwischen BASF 3D-Printing-Solutions und Big-Rep bietet nun eine mögliche Lösung: Mit dem neuen Concrete-Formwork-Filament können in Kombination mit den Großformatdruckern von Big-Rep maßgeschneiderte Schalungen hergestellt werden. Die Großformatdrucker haben hierfür ein Bauvolumen von einem Kubikmeter. Das Schalungsmaterial verfügt nach Angaben von BASF über die nötige Formstabilität und Härte.

Bei einer Gebäuderestauration kam das neue Filament bereits zum Einsatz. Hier wurde der Kunststoff genutzt, um eine individuell angepasste Schalungslösung für bogenförmige Betonelemente zu drucken. Die gegossenen Betonelemente dienten der Restaurierung von fünf Meter hohen Fensterrahmen.

Die 3D-gedruckte Schalungsmöglichkeit erweitert auch die Gestaltungsmöglichkeiten von architektonischen Elementen. Dies demonstriert eine Betontreppe an einem Gebäude des Empa-Instituts in Zürich. Die modular aufgebaute Treppe ist aus einzelnen Stufen zusammengesetzt, die jeweils in eine 3D-gedruckte Schalung gegossen wurden. Kosten, Materialabfall und Arbeitsaufwand konnten so minimiert werden.

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