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Raumfahrt 3D-gedruckte Raketenteile aus nachhaltigen Materialien

Redakteur: Stefan Guggenberger

Relativity Space und 6K kündigten eine strategische Partnerschaft an, um echte Nachhaltigkeit in der Produktion von additiven Raketenteilen zu beweisen.

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Vom legendären Cape Canaveral soll 2021 die erste 3D-gedruckte Rakete von Relativity starten.
Vom legendären Cape Canaveral soll 2021 die erste 3D-gedruckte Rakete von Relativity starten.
(Bild: Relativity Space)

Relativity Space ist als innovatives Unternehmen bekannt: Die Amerikaner haben bisher den größten 3D-Metalldrucker der Welt entwickelt und stellen damit ganze Raketen her. Nächstes Jahr soll dann mit dem Start der ersten Teran Rakete das Zeitalter der additiven Raumfahrt beginnen. Nun bemüht sich Relativity auch um die Nachhaltig bei additiven Bauteilen.

Die Partnerschaft mit 6K soll eine geschlossene Lieferkette schaffen, in der bei Relativity produzierte Abfallmaterialien von 6K in Pulver umgewandelt werden, das dann von Relativity verdrdruckt werden kann. Die beiden Unternehmen werden auch neue Materialien erforschen, die speziell für die Raketenherstellung und Raumfahrt entwickelt wurden.

So funktioniert der 3D-Druck von Raketen:

AM revolutioniert die Lieferkette für Luft- und Raumfahrt

Für den Bau einer Trägerrakete veranschlagt die NASA aktuell etwa zwei bis drei Jahre. Dabei werden hunderte Zulieferer beauftragt, die viele Bauteile noch in Handarbeit herstellen. Insgesamt besteht eine einsatzfähige Rakete dann aus mindestens 100.000 Bestandteilen. Diese komplexe und zeitintensive Supply Chain möchte Relativity mit ihren 3D-gedruckten Raketen stark vereinfachen. Eine hauptsächlich additiv hergestellte Rakete besteht aus nur 1.000 Teilen und wird innerhalb von nur 60 Tagen gedruckt. Nun soll die Produktion der Trägerraketen auch nachhaltiger werden:

"Relativity ist dabei, die Lieferkette der Luft- und Raumfahrt völlig neu zu gestalten. Diese Partnerschaft mit 6K wird unserem sehr einzigartigen Ansatz ein weiteres wichtiges Element hinzufügen: die Fähigkeit zur Wiederverwendung von Materialien", sagte Tim Ellis, CEO von Relativity.

Dr. Aaron Bent, CEO von 6K, fügte hinzu: "Relativity verschiebt die Grenzen der additiven Fertigung durch den 3D-Druck einer kompletten Rakete und wir sehen diese Partnerschaft als eine natürliche Erweiterung ihrer zukunftsorientierten Praxis. Unsere Fähigkeit, ihre gebrauchten Pulver und Teile durch den UniMelt-Prozess in Premium-Pulver umzuwandeln, bietet ihnen eine nachhaltige Quelle für AM-Pulver.“

Beide Organisationen sehen Nachhaltigkeit als eine Schlüsselvoraussetzung für die Produktion. Die Herstellung hochwertiger Additivpulver aus etwas, das früher als Maschinenschrott angesehen wurde, zeigt, dass der Prozess wesentlich zu einer Kreislaufwirtschaft beiträgt, und positioniert Relativity und 6K als Pioniere der Nachhaltigkeit in der Produktion von Additiven.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal ETMM veröffentlicht.

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