Festkörperbatterien 3D-gedruckte Solid-State-Batterien für E-Autos und Schiffe

Redakteur: Stefan Guggenberger

Die Blackstone Resources AG steht kurz davor, erste Prototypen neuartiger 3D-gedruckter Solid-State-Batterien herzustellen. Diese Festkörperbatterien versprechen bessere Leistung, mehr Sicherheit und sollen gleichzeitig weniger umweltschädlich sein.

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Der Boom in der E-Mobilität macht es Notwendig, dass die Batterietechnologie weiterentwickelt wird. 3D-gedruckte Batterien könnten dabei einen entscheidenden Beitrag leisten.
Der Boom in der E-Mobilität macht es Notwendig, dass die Batterietechnologie weiterentwickelt wird. 3D-gedruckte Batterien könnten dabei einen entscheidenden Beitrag leisten.
(Bild: gemeinfrei // unsplash)

Die Blackstone Resources AG gibt bekannt, dass sie eine Reihe wichtiger Meilensteine für ihre 3D-Drucktechnologie zum Drucken von Lithium-Ionen-Festkörperbatterien erreicht hat. Nach dem Abschluss eines umfangreichen Entwicklungsvertrages mit dem Fraunhofer Institut werden im ersten Quartal 2021 die ersten Prototypen für gedruckte Batteriezellen getestet. In Zukunft sollen die 3D-gedruckten Batterien unter anderem bei Elektroautos oder Schiffen eingesetzt werden.

Das Unternehmen hat über seine deutsche Tochtergesellschaft Blackstone Technology GmbH in eine neue Generation der Batterietechnologie investiert. Dazu gehören patentierte 3D-Drucktechniken und Forschungen zur Massenproduktion von Batterien, die nachweislich eine höhere Energiedichte und eine höhere Anzahl von Ladezyklen bieten als herkömmliche Technologien.

Im Vergleich zu konventionellen Batteriezellendesigns, die flüssige Elektrolyte verwenden, soll das 3D-Druckverfahren von Blackstone Technology erhebliche Vorteile bieten. Dazu gehören:

  • deutlich niedrigere Kosten
  • ein höheres Maß an Produktionsflexibilität, wenn es um das Format der Zelle geht
  • 20 % Erhöhung der Energiedichte

Darüber hinaus konnte durch den Einsatz dieser Technologie die Menge der Materialien, die keine Energie speichern, um bis zu 10 % reduziert werden, d.h. Kupfer und Aluminium. Diese Vorteile können unabhängig von der Elektrodenchemie erzielt werden.

Nachdem das neue Verfahren entwickelt und getestet wurde, ist Blackstone bereit für den nächsten Schritt. Um den höchsten Wirkungsgrad und die größte Hebelwirkung dieser 3D-Drucktechnologie zu erzielen, plant das Unternehmen, 3D-gedruckte Festkörperbatteriezellen herzustellen.

Dies könnte für die Entwicklung von Festkörperbatterien ein entscheidender Schritt sein. Ein automatisierter Produktionsprozess für den 3D-Druck könnte bis zu 70 % der traditionellen Investitionen für die Herstellung von Festkörperbatterien einsparen. Festkörperbatterien sind auch sicherer, da sie keine entflammbaren flüssigen Elektrolyte verwenden, die zudem umweltschädlicher sind.

3D-gedruckte Solid-State-Batteriezellen für die Massenproduktion

Holger Gritzka, Geschäftsführer der Blackstone Technology GmbH sagt: "Zusammen mit unseren bisherigen Entwicklungen in der 3D-Druck-Batterietechnologie ebnet diese Entwicklung den Weg für die Massenproduktion von Festkörperbatteriezellen. Neben den großen Märkten wie der Automobilindustrie würden auch Schiffsanwendungen und neue drahtlose 5G-Netzwerke von den Vorteilen profitieren, die 3D-gedruckte Festkörperzellen bieten können".

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal ETMM veröffentlicht.

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