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3D-Druck vs. Corona 3D-gedrucktes Trainingsmodell für Corona-Abstriche

Redakteur: Stefan Guggenberger

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Bone 3D stellt nun ein Open-Source-Modell einer menschlichen Nase für Trainingszwecke zur Verfügung.

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Damit medizinisches Personal sich auf diese Nasenabstiche vorbereiten kann, stellt Bone 3D nun einen 3D-gedruckten Simulator als Open-Source-Datei zur Verfügung.
Damit medizinisches Personal sich auf diese Nasenabstiche vorbereiten kann, stellt Bone 3D nun einen 3D-gedruckten Simulator als Open-Source-Datei zur Verfügung.
(Bild: Bone 3D)

Um den Corona-Virus zu bekämpfen, müssen massive Covid-Testkampagnen durchgeführt werden. Durch nasopharyngeale Probenahmen (Nasenabstriche) kann das Virus auch bei asymptomatischen Patienten in einem frühen Stadium der Krankheit nachgewiesen werden. Darüber hinaus ist diese Technik minimal invasiv und hat keine Nebenwirkungen oder Kontraindikationen. Allerdings wurde dieser Test bisher nur selten von medizinischem Fachpersonal in einem breiten Spektrum von Fachgebieten eingesetzt.

Damit medizinisches Personal sich auf diese Nasenabstiche vorbereiten kann, stellt Bone 3D nun einen 3D-gedruckten Simulator als Open-Source-Datei zur Verfügung. Das Modell besteht aus zwei aufsteckbaren Teilen, welche die relevante Anatomie des menschlichen Kopfes abbilden. Bei dem kompakten medizinischen Simulator steht die Visualisierung im Vordergrund: Die ‚Schüler‘ können den Abstrich einführen und genau sehen, wohin er geht und was passieren soll.

Polyjet-Technologie ermöglicht Multimaterialdruck

Die Polyjet-Drucktechnologie ermöglicht es, in einem Arbeitsgang ein Multimaterialmodell mit verschiedenen Farben und Texturen zu erstellen. Durch die Abbildung verschiedener Materialeigenschaften wird das Modell realistischer. Anatomisch gesehen umfasst der Simulator die folgenden Komponenten:

  • die Nasengänge (einschließlich Nasenmuscheln),
  • den Nasen-Rachen-Raum,
  • den weichen Gaumen,
  • die Gesichtshaut,
  • und die Schleimhäute.

So funktioniert das Trainingsmodell für Corona-Abstriche:

Nasensimulator kann auch auf FDM-Druckern hergestellt werden

Um möglichst vielen Menschen Zugang zu diesem Simulator zu geben, hat Bone 3D auch eine Version für FDM-Drucker entworfen. Eine weniger hochentwickelte Version, aber genauso effektiv für das Verständnis dieses medizinischen Verfahrens.

Unter diesem Link können Sie die CAD-Dateien für das Polyjet-Modell und das FDM-Modell herunterladen.

Ein Übersicht additiver Hilfsangebote zur Bewältigung der Corona-Pandemie finden sie hier.

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