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Marktnews // Januar 2020 // 2 3D-News auf einen Blick

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Neuigkeiten rund um Produkte, Marktentwicklungen und Projekte.

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Die wichtigsten News der Additiven Fertigung auf einen Blick.
Die wichtigsten News der Additiven Fertigung auf einen Blick.
(Bild: unsplash)

In unserem Format Marktnews stellen wir Ihnen jede Woche immer donnerstags Neuigkeiten rund um neue Produkte, relevante Entwicklungen am Markt und spannende Projekte vor. Heute mit folgenden Themen:

  • 1. Forum 3D-Druck und Recht
  • 2. Verband der Digitaldruck-Branche begrüßt Fusion von HP und Xerox
  • 3. Auftragseingang von SLM Solutions ist gestiegen
  • 4. Mipart launcht Polyjet Verfahren

Know-how-Schutz, IT-Sicherheit, Haftung und Best Practices

Beim Forum 3D-Druck und Recht geht es um Know-how-Schutz, IT-Sicherheit, Haftung und Best Practices.
Beim Forum 3D-Druck und Recht geht es um Know-how-Schutz, IT-Sicherheit, Haftung und Best Practices.
(Bild: dwf)

DWF Germany lädt gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen und weiteren Kooperationspartner zum 6. Forum 3D-Druck und Recht. Das Forum findet am 11. Februar 2020 in Köln statt. In diesem Jahr liegt der Fokus auf den technisch-rechlichten Herausforderungen entlang der additiven Prozesskette. Dabei greifen Referenten aus Wissenschaft und Praxis die Bedeutung technicher Normen in der Rechtsanwendung auf. Durch Best Practices erhalten Teilnehmer Einblicke in die Digitalisierung und IT-Sicherheit sowie die Herausforderungen an eine erfolgreiche Markteinführung von AM-Geschäftsmodellen. Die Best-Practice-Beispiele stammen von der Audi AG, esc Aerospce GmbH, MBFZ toolcraft GmbH, secon trust consult, Siemens AG und TÜV SÜD Product Service GmbH.

Weitere Informationen, eine Agenda und die Möglichkeit zur Registrierung finden sie hier.

MISSION ADDITIVE wird das Forum 3D-Druck und Recht als Medienpartner begleiten.

Verband der Digitaldruck-Branche: HP und Xerox sollen Wettbewerbern folgen und fusionieren

Wie wir letzte Woche berichteten, forciert Xerox eine Übernahme des Mitbewerbers HP. Nun meldet sich der für Deutschland zuständige Branchenverband der Digitaldruck-Industrie. Der Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. (motio-Netzwerk) würde ein Zusammengehen der beiden amerikanischen Digitaldruck-Systeme-Hersteller begrüßen.

"Xerox und HP können in einem schrumpfenden Druckmarkt nur überleben, wenn beide fusionieren. Nach den Vorbildern von Konica und Minolta und Canon und Océ würden beide Seite hochgradig profitieren", sagt Achim Carius, Bundesgeschäftsführer des motio-Netzwerks. Die von Carius angesprochenen Fusionen haben den Beteiligten Unternehmen jeweils geholfen, ihre technische Expertise zu kombinieren und somit konkurrenzfähig zu bleiben. Für die circa 2.000 ausschließlich mit Digitaldrucksystemen arbeitenden gewerblichen Dienstleistungs-Betrieben in Deutschland, ist es wichtig, dass ihre Lieferanten weiterhin fähig bleiben, Zukunfts-Technologien zu entwickeln. In diesem Sinne begrüßt Carius die Fusion ausdrücklich: "HP wird nur gemeinsam mit einem Partner stark bleiben, wenn man gemeinsam im Large-Format-Printing-Sektor sowie im Kleinformatdruck investiert. Bleiben die Akteure aber weiterhin isolierte Einzelkämpfer am Markt, werden sie schwächer und schrumpfen."

Das motio-Netzwerk würde ein Zusammengehen von Xerox und HP begrüßen
Das motio-Netzwerk würde ein Zusammengehen von Xerox und HP begrüßen
(Bild: VCG)

Wie sich eine Übernahme von HP auf das Geschäftsfeld des 3D-Drucks auswirken würde, ist bislang unklar. Noch hat Xerox keine Details zu einer möglichen Strategie für die additive Fertigung geäußert. Zumindest in diesem Geschäftsfeld ist HP dem übernahmewilligen Mitbewerber technisch überlegen. Hinzukommt ein Umfangreiches Netzwerk, welches HP im Bereich AM aufgebaut hat.

Anmerkung der Redaktion: Xerox ist Mitglied des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik e.V. (motio-Netzwerk), HP ist nicht Mitglied.

Auftragseingang von SLM Solutions ist gestiegen

Der Maschinenhersteller SLM-Solutions vermeldet für 2019 steigende Auftragseingänge.
Der Maschinenhersteller SLM-Solutions vermeldet für 2019 steigende Auftragseingänge.
(Bild: gemeinfrei // unsplash.com)

2019 konnte SLM Solutions seine Auftragseingänge um 21 % steigern. Die Umsatzprognose des Maschinenbauers der Additiven Fertigung war trotzdem zu hoch gegriffen. Für das vergangene Jahr konnte der Hersteller additiver Maschinen Auftragseingänge in Höhe von insgesamt 67,7 Mio. Euro verbuchen, berichtet die Invester Relations Agentur Cometis. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 21 %. Vor allem im Vierten Quartal gingen mit 29,5 Mio. Euro viele Aufträge ein, das entspricht einem Wachstum von 100 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der komplette Geschäftsbericht liegt noch nicht vor. Doch wie SLM Solutions bereits im Juli 2019 meldete, werden der Unternehmensumsatz erheblich geringer ausfallen als die ursprünglich prognostizierten 95 Mio. Euro. Ebenso die bereinigte EBITDA-Marge.

Mipart launcht 3D-Druckverfahren

Polyjet

Der Fertigungsdienstleister mipart erweitert sein Portfolio um das Polyjet-Verfahren.
Der Fertigungsdienstleister mipart erweitert sein Portfolio um das Polyjet-Verfahren.
(Bild: BAM GmbH)

Die On-Demand-Manufacturing-Plattform mipart führt das 3D-Druckverfahren Polyjet neu im Online-Konfigurator ein. Mit dem Verfahren können Prototypen und Kleinserien aus bis zu 510.000 Farben und Tausenden Materialkombinationen hergestellt werden. Unter anderem nutzt das weltweit agierende Orthopädieunternehmen Össur den Konfigurator von mipart.

Mit dem Polyjet-Verfahren von Stratasys ergänzt mipart sein additives Angebot. Neben Polyjet bietet das Unternehmen noch Multi-Jet-Fusion von HP an. In naher Zukunft sollen dann noch Fused Depostion Modeling (FDM) und der 3D-Druck von Metall im Online-Konfigurator folgen. Marco Bauer, Geschäfsführer der BAM GmbH (aus der mipart hervorgeht), ist mit der bisherigen Entwicklung zufrieden: "Die Online-Plattform wird sehr gut angenommen, zudem ist die Bandbreite unserer Aufträge sehr groß. Seit dem Start von mipart im April 2019 wurden schon mehr als 21.000 Anfragen aus 12 Ländern von der von uns entwickelten künstlichen Intelligenz vollautomatisch bearbeitet."

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