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Marktnews // Januar 2020 // 4 3D-News auf einen Blick

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Neuigkeiten rund um Produkte, Marktentwicklungen und Projekte.

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Die wichtigsten News der Additiven Fertigung auf einen Blick.
Die wichtigsten News der Additiven Fertigung auf einen Blick.
(Bild: unsplash)

In unserem Format Marktnews stellen wir Ihnen jede Woche immer donnerstags Neuigkeiten rund um neue Produkte, relevante Entwicklungen am Markt und spannende Projekte vor. Heute mit folgenden Themen:

  • 1. KIT entwickelt neues 3D-Drucksystem für hochpräzise Drucker
  • 2. Qualitätskontrolle und Produktionsverfolgung in AM
  • 3. Mipart bietet jetzt auch Metall-3D-Druck an
  • 4. Kompetenzlandkarte Additive Fertigung in Bayern

KIT entwickelt neues 3D-Drucksystem für submikrometergenaue

Strukturen

Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein System entwickelt, mit dem sich in bisher noch nicht erreichter Geschwindigkeit hochpräzise, zentimetergroße Objekte mit submikrometergroßen Details drucken lassen sollen.

Das Metamaterial, das mit dem neuen System gedruckt wurde, besteht aus einer komplexen dreidimensionalen Gitterstruktur im Mikrometermaßstab.
Das Metamaterial, das mit dem neuen System gedruckt wurde, besteht aus einer komplexen dreidimensionalen Gitterstruktur im Mikrometermaßstab.
(Bild: Vincent Hahn, KIT)

Um nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Zuverlässigkeit ihres Aufbaus zu demonstrieren, haben die Forscherinnen und Forscher eine 60 Kubikmillimeter große Gitterstruktur mit Details bis in den Mikrometermaßstab gedruckt, die mehr als 300 Milliarden Voxel enthält. (Ein Voxel ist das dreidimensionale Analogon des Pixels im 2D-Druck). „Mit dem Druck dieses Metamaterials schlagen wir den Rekord, der bei 3D-gedruckten Flugzeugflügeln erreicht wurde, um Längen – ein neuer Weltrekord“, erklärt Professor Martin Wegener, Sprecher des Exzellenzclusters „3D Matter Made to Order“ (3DMM2O), in dessen Rahmen das System entwickelt wurde.

6. Forum 3D-Druck und Recht

DWF Germany lädt zum 6. Forum 3D-Druck und Recht. Das Forum findet am 11. Februar 2020 in Köln statt. In diesem Jahr liegt der Fokus auf den technisch-rechlichten Herausforderungen entlang der additiven Prozesskette. Durch Best Practices erhalten Teilnehmer Einblicke in die Digitalisierung und IT-Sicherheit sowie die Herausforderungen an eine erfolgreiche Markteinführung von AM-Geschäftsmodellen.

>> Jetzt mehr zum Forum erfahren! <<

Qualitätskontrolle und Produktionsverfolgung in AM

3yourmind hat sein Agile MES um Funktionen erweitert, die die Transparenz erhöhen und eine gründliche digitale Dokumentation für den gesamten AM-Produktionsworkflow bieten.
3yourmind hat sein Agile MES um Funktionen erweitert, die die Transparenz erhöhen und eine gründliche digitale Dokumentation für den gesamten AM-Produktionsworkflow bieten.
(Bild: 3YOURMIND)

3yourmind hat sein Agile MES um die automatische Generierung von Fertigungsplänen erweitert. Damit können Planer in Unternehmen Produktionsbögen für jedes zu produzierende Modell herunterladen. Jedes Blatt enthält einen QR-Code, über den von einer gedruckten Seite sofort wieder in das Agile MES gesprungen werden kann, um das Bauteil zu verfolgen. Jeder Produktionsschritt, einschließlich der Mengen, Arbeitsstationen und Projektkommentare, wird automatisch im Dokument generiert.

Dadurch entsteht ein klarer Fertigungsplan, so das Softwareunternehmen, der menschliche Fehler drastisch reduziert. Durch die Automatisierung all dieser manuellen Schritte können sich Produktionsingenieure besser auf die Herstellung der eigentlichen Bauteile konzentrieren.

Mipart bietet jetzt auch Metall-3D-Druck an

Nach den 3D-Druckverfahren Polyjet und Multi Jet Fusion hat die On Demand Manufacturing Platform mipart jetzt auch den Metall-3D-Druck im Online-Konfigurator gelauncht. Zur Produktion der Bauteile kommen Systeme von Markforged und Desktop Metal zum Einsatz.

Im Online-Konfigurator von Mipart könnten nun auch Teile aus Metall ausgewählt werden.
Im Online-Konfigurator von Mipart könnten nun auch Teile aus Metall ausgewählt werden.
(Bild: Bam GmbH)

Die verwendeten Metalldrucker setzen auf eine neue Technologie, bei der das Metall in einem Polymer eingebunden ist. Somit agieren beide Drucksysteme nach dem bewährten FDM-Verfahren, bei dem die Bauteile Schicht für Schicht ohne Freisetzung von gesundheitsschädlichem Metallstaub erzeugt werden können. Durch einen Sinterprozess verflüchtigt sich anschließend der Polymeranteil und es erfolgt eine atomare Diffusion der Metallpartikel. Markforged nennt dieses Verfahren, bei dem das Rohmaterial in Form eines Filaments verarbeitet wird, Atomic Diffusion Additive Manufacturing (ADAM). Desktop Metal hingegen taufte seine Technologie Bound Metal Deposition (BMD).

Aktuell können im Online-Konfigurator Bauteile aus Werkzeugstahl, Edelstahl und Inconel ausgewählt werden. Titan und Kupfer sollen als Werkstoffe noch folgen.

Bayern Innovativ stellt Kompetenzlandkarte vor

Welche Akteure der Additiven Fertigung gibt es in Bayern und wo sind sie angesiedelt? Welche Dienstleistungen bieten sie an und über welches Know-how verfügen sie? Diese Informationen sowie einen umfassenden Überblick soll die Online-Landkarte der Koordinierungsstelle Additive Fertigung von Bayern Innovativ bieten.

Die interaktive Landkarte zeigt, wo AM-Kompetenz zu finden ist.
Die interaktive Landkarte zeigt, wo AM-Kompetenz zu finden ist.
(Bild: Bayern Innovativ)

„Mit unserem Tool werden bayerische Kompetenzen im Bereich der Additiven Fertigung von der Forschung bis zur industriellen Umsetzung erstmals auf einer interaktiven Landkarte abgebildet“, sagt Tina Johnscher von der Koordinierungsstelle Additive Fertigung, die beim Wirtschafts- und Innovationsförderer Bayern Innovativ angesiedelt ist. Für alle auf der Karte dargestellten Einrichtungen wurden ausführliche Kompetenzprofile erstellt, die über eine Filterfunktion gezielt ausgelesen werden können.

Interessentinnen und Interessenten, die ihre Einrichtung in die Karte eintragen lassen möchten, können sich an Bayern Innovativ wenden.

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