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Corona-Virus AM-Veranstaltungen im asiatischen Raum wegen Corona-Virus verschoben

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Aufgrund wachsender Befürchtungen wegen des Corona-Virus-Ausbruchs in Asien sind immer mehr AM-Veranstaltungen in Gefahr. Die Productronica China, TCT Asia und Asiamold wurden bereits verschoben.

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Der Corona-Virus führt zu einer wachsenden Nervosität bei Messebetreibern und Besuchern.
Der Corona-Virus führt zu einer wachsenden Nervosität bei Messebetreibern und Besuchern.
(Bild: gemeinfrei // unsplash)

Laut offiziellen Berichten haben sich in den betroffenen Regionen Chinas bereits mehr als 77.000 Menschen angesteckt. In der Region Wuhan sollen schon mehr als 2.500 an dem Virus gestorben sein (Stand 24.02.2020). Gleichzeitig verbreitet sich der Virus auch international: Aufgrund von etwa 150 Corona-Fällen in Norditalien wurden kürzlich der Karneval in Venedig und mehrere Fußballspiele der italienischen Seria A abgesagt. Verständlich, dass auch bei Messebesuchern und Veranstaltern, vor allem in Asien, die Nervosität steigt. In China wurde bereits einige Veranstaltungen auf unbestimmte Zeit verschoben und auch europäische Events spüren die Folgen bereits.

Events in Asien auf unbestimmte Zeit verschoben

Die TCT Asia sollte ursprünglich vom 19. bis 21. Februar in Shanghai stattfinden und wurde jetzt auf unbestimmt Zeit verschoben. Nach einer Evaluierung der Lage vor Ort und im ganzen Land, haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, vorerst auf die Veranstaltung zu verzichten. Das gleiche Schicksal hat die SIAF Guangzhou und die Asiamold ereilt, die nach einem Hinweis der Regionalregierungen abgesagt wurden. Wann die drei Messen nachgeholt werden sollen, ist noch nicht bekannt.

Jüngstes Beispiel ist die von der Messe München veranstaltete Productronica China. Seit 2002 findet die Messe im chinesischen Shanghai statt und behandelt Themen wie Industrie 4.0, Smart Factory sowie 3D-Druck. Unter Berücksichtigung der aktuellen Gesundheitswarnungen örtlicher Behörden hat sich die Messe München nun dazu entschlossen, die Productronica 2020 zu verschieben. Dabei ist die Productronica nicht das einzige betroffene Event der Messe München in China. Auch die ISPO Beijing, die electronica China, die Laser World of Photonics China und die Vision China 2020 werden nicht im geplanten Zeitraum stattfinden.

Auch Messen in Europa spüren die Folgen

Mitte Februar haben erste Unternehmen angekündigt, nicht an der Embedded World in Nürnberg (25. bis 27. Februar) teilnehmen zu wollen. Mittlerweile haben wohl mehr als 200 Aussteller abgesagt. Nach aktuellen Informationen, will der Veranstalter NürnbergMesse die Veranstaltung aber wie geplant abhalten. Die neusten Entwicklungen kommentiert die Nürnberg Messe wie folgt: „Wir beobachten die Situation in Nord-Italien und folgen den Empfehlungen der deutschen Behörden, wonach Großveranstaltungen in Deutschland generell nichts im Wege steht. Wir stehen mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern im Austausch ebenso wie vor Ort mit den zuständigen Behörden wie Gesundheitsamt und Polizeipräsidium. “

Wie gefährlich ist die Situation in Deutschland?

Bis zum 24.02 wurden 16 Corona-Fälle in Deutschland bestätigt. Die Direktorin des Europäischen Zentrums für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) Andrea Ammon geht allerdings davon aus, dass sich die Anzahl der Infizierten schnell erhöhen könnten. Nach dem überraschend starken Anstieg in Italien, sei mit weiteren Fällen innerhalb der EU zu rechnen.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte am Sonntag, man habe zusammen mit dem Auswärtigen Amt die Lage im Blick. Man stehe auch im Austausch mit den europäischen Nachbarn und den Bundesländern. Der Sprecher sagte: "Wir beobachten die Lage in Italien aufmerksam. Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren europäischen Partnern und passen unsere Risikobewertung laufend der dynamischen Situation an. Bislang haben wir es in Deutschland geschafft, einzelne Infizierte zu isolieren und zu behandeln und so eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das bleibt weiter unser Ziel." Die Situation in Deutschland ist also als sicher zu bewerten und vorerst finden AM-Veranstaltungen, hierzulande wie geplant statt.

Zu den AM-Veranstaltungen, welche hierzulande planmäßig durchgeführt werden, gehört auch das 4.Additive Manufacturing Forum Berlin 2020 , welches im März wie geplant stattfindet.

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