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3D-gedruckte Konsumprodukte Bei diesem Laufschuh wird jeder Faden individuell 3D-gedruckt

Redakteur: Sebastian Schötta

Adidas stellt mit ‘Strung‘ ein komplett neues Konzept für die Schuhindustrie vor. Jeder einzelne Faden des Schuhs soll an die Bedürfnisse des Trägers angepasst sein und entsprechend 3D-gedruckt werden.

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Mit der Textilinnovation Futurecraft Strung will Adidas die Art und Weise, wie Schuhe künftig designt werden, revolutionieren.
Mit der Textilinnovation Futurecraft Strung will Adidas die Art und Weise, wie Schuhe künftig designt werden, revolutionieren.
(Bild: Adidas)

Adidas arbeitet seit einigen Jahren mit 3D-Drucktechnologien und versucht, neue Wege bei der Herstellung von Schuhen zu gehen. Das Projekt Futurecraft hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft des Sports durch den Einsatz von additiver Fertigung, wie den Futurecraft 4D-Sneaker mit einer gitterartigen Sohle mit 3D-Druck, zu prägen.

Athleten-Daten steuern Roboter – Datenbasierter Fertigungsprozess für bessere Performance

Bei ‚Strung‘ hat Adidas hier einen neuen Fertigungsprozess entwickelt, der zukünftig bei Textilien und Schuhen angewendet werden soll. Gerade das Design neuer Laufschuhe, die auf höchstem Level performen müssen, ist unglaublich aufwändig. Mit Hilfe von gesammelten Athleten-Daten soll nicht nur die Passform des Schuhs verbessert werden, diese Daten werden außerdem genutzt, um die Platzierung und Beschaffenheit jedes einzelnen Fadens festzulegen.

So beschreiben die Entwickler den neuen Schuh

“Futurecraft 3D ist ein Prototyp und eine Absichtserklärung. Wir haben eine einzigartige Kombination aus Verfahren und Material auf eine völlig neue Art und Weise eingesetzt,” erklärt Eric Liedtke, Vorstandsmitglied der Adidas AG. “Mit unserer 3D-gedruckten Zwischensohle können wir nicht nur einen großartigen Laufschuh herstellen, sondern auch Leistungsdaten nutzen, um wirklich maßgeschneiderte Erlebnisse zu schaffen, die den Bedürfnissen jedes Athleten gerecht werden.”

Die Zukunft der Nachhaltigen Konsumgutproduktion?

Aber noch aus einem weiteren Grund ist Strung äußerst interessant. So kann die Technologie nicht nur eingesetzt werden, um das Maximum aus einem Grundmaterial herauszuholen, auch der Materialüberschuss – also der Abfall in der Herstellung – soll dadurch minimiert werden. In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit ein immer größeres Thema wird, könnte dieser Aspekt auch für Adidas interessant sein. Zusammen mit der Meeresschutzorganisation Parley haben die Franken grüne Ideen jedenfalls schon seit einigen Jahren im Sneaker-Markt etabliert. Strung wäre der nächste Schritt auf dem Weg zu einer ökologischeren Fertigung.

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