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Kommentar COVID-19 Betrifft die Corona-krise auch die Additive Fertigung?

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Der Corona-Virus beschäftigt derzeit weltweit die ganze Wirtschaft. Auch die additive Fertigung ist keine Ausnahme. Doch jede Krise bietet auch eine Chance. Dr. Stefan Kamlage nimmt dazu Stellung.

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Länder, welche stark von dem Corona-Virus betroffen sind, unter anderem China und Italien, mussten ganze Werke vorübergehend schließen und den Transport ihrer produzierten Teile weltweit einstellen.
Länder, welche stark von dem Corona-Virus betroffen sind, unter anderem China und Italien, mussten ganze Werke vorübergehend schließen und den Transport ihrer produzierten Teile weltweit einstellen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Dr. Stefan Kamlage, Vorstand des 3DDruck-Verbandes, spricht der Additiven Fertigung die Möglichkeit zu, „Auswirkungen zu verringern, die mit den Maßnahmen zur Eindämmung eines Virus verbunden sind“.

Dr. Stefan Kamlage, Vorstand des 3D-Druck Verbandes zeigt Vorteile der Additiven Fertigung in Zeiten einer Pandemie auf.
Dr. Stefan Kamlage, Vorstand des 3D-Druck Verbandes zeigt Vorteile der Additiven Fertigung in Zeiten einer Pandemie auf.
(Bild: www.verband3ddruck.berlin)

Fakt ist, dass bei der konventionellen Fertigung oft Lieferanten aus dem Ausland mit der Fertigung einzelner Teile beauftragt werden. Die Hintergründe dafür sind meist die preislichen Unterschiede der Produktion im Ausland gegenüber der Produktion in bspw. Deutschland.

Diese Produktionsentscheidung sorgt derzeit für ein großes Problem: Länder, welche stark von dem Corona-Virus betroffen sind, unter anderem China und Italien, mussten ganze Werke vorübergehend schließen und den Transport ihrer produzierten Teile weltweit einstellen. Durch diesen Produktionsstopp können diverse Unternehmen vor Ort ihre Produktion nicht fortsetzen, da wichtige Bauteile fehlen.

Genau hier setzt die Additive Fertigung mit einem Lösungsvorschlag an: laut Dr. Stefan Kamlage „ist es möglich eine dezentrale Fertigung der Baugruppen zu etablieren, die in der Nähe oder sogar beim Nutzer erfolgt. Die Lieferkette für additiv gefertigte Komponenten sieht ganz anders aus als bei traditionell gefertigten Teilen. Bei 3D-gedruckten Teilen werden nur Daten und Rohmaterial für den Druck transportiert. Die Lagerhaltung der Rohmaterialien ist deutlich einfacher als der Transport und das Zusammenführen traditionell gefertigter Komponenten“.

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