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3D-Druck vs. Corona Corona-Medikamente werden mit 3D-Bioprinter entwickelt

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Lösungen, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Das russische Unternehmen 3D Bioprinting Solutions beteiligt sich an pharmakologischen Studien zur Entwicklung antiviraler Medikamente, die gegen Covid-19 helfen sollen.

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3DBio beschleunigt durch den Einsatz von 3D-Bioprinting die Forschung an einem Covid-19 Medikament in Russland.
3DBio beschleunigt durch den Einsatz von 3D-Bioprinting die Forschung an einem Covid-19 Medikament in Russland.
(Bild: gemeinfrei // unsplash)

Das biotechnologische Forschungslabor 3D Bioprinting Solutions (3DBio) arbeitet aktiv an pharmakologischen Studien zu verschiedenen antiviralen Medikamenten. Die Wissenschaftler von 3DBio nutzen ihre Erfahrung mit den modernsten Methoden der Pathologie und prädiktiven Toxikologie und der additiven Fertigung, um die Zeit zu minimieren, die benötigt wird, um Lösungen für die Behandlung von Patienten mit COVID-19 und anderen Viruserkrankungen zu finden.

Die derzeit bestehenden traditionellen zweidimensionalen Protokolle für die Prüfung antiviraler Wirkstoffe liefern zum Teil sehr widersprüchliche Daten, da die Ergebnisse der 2D-Modellierung perspektivischer Anti-COVID-19-Medikamente radikal von der tatsächlichen Reaktion des menschlichen Körpers auf ihre Wirkung abweichen können. Im Gegensatz dazu bilden dreidimensionale Gewebesphäroide die Organisation des nativen Gewebes vollständig nach und dienen als ideales in-vitro-Modell für die Prüfung pharmakologischer Moleküle unter physiologischen Bedingungen.

Forschung wird durch Bioprinting beschleunigt

Um den Übergang von präklinischen Studien mit Labortieren zu klinischen Studien mit Menschen zu beschleunigen, entwickelten die Forscher von 3DBio eine Methode zur skalierbaren Herstellung von 3D-Sphäroiden in den Mengen, die notwendig sind, um die spezifische Aktivität pharmakologischer Moleküle im Körper infizierter Patienten genau zu bestimmen.

Als Modell des Lungengewebes wurden die Zelllinien A549 und Calu-3 (menschliche Lungenadenokarzinome), CaCo-2 (menschliches kolorektales Adenokarzinom) und Vero CCL-81 (Niere des afrikanischen grünen Affen) verwendet. 3DBio-Wissenschaftler entwickelten Formationsprotokolle und wählten Konzentrationen für die Herstellung von 3D-Sphäroiden aus diesen Zelllinien aus. Diese Mikrogewebeproben wurden an Virologen zur anschließenden Infektion der 3D-Sphäroide mit SARS-Cov2 und zur Prüfung antiviraler Substanzen weitergeleitet.

"Wir sind sehr stolz auf die wichtige Rolle, die unser Labor und seine Mitarbeiter bei der Unterstützung von Virologie- und Pharmakologie-Spezialisten bei der schnellen und präzisen Entwicklung von antiviralen Medikamenten spielen", sagte Yusef Hesuani, Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter von 3D Bioprinting Solutions.

Eine Übersicht additiver Hilfsangebote zur Bewältigung der Corona-Pandemie finden sie hier.

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