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Werkzeugbau

Das härteste Material der Welt wird jetzt additiv in Form gebracht

| Redakteur: Peter Königsreuther

Unweigerlich kommt einem bei der Vorstellung zu dieser Nachricht die Ouvertüre von „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss in Erinnerung: Sandvik kann jetzt Diamanten drucken.

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Sandvik Additive Manufacturing hat mit dem 3D-Druck von Diamantrohlingen einen Prozess geschaffen, der auch die Fertigung hochkomplexer Diamanten erlaubt, die man später für diverse Zerspanungswerkzeuge verwenden kann.
Sandvik Additive Manufacturing hat mit dem 3D-Druck von Diamantrohlingen einen Prozess geschaffen, der auch die Fertigung hochkomplexer Diamanten erlaubt, die man später für diverse Zerspanungswerkzeuge verwenden kann.
( Bild: Sandvik )
  • Fertigung aus diversen Diamantpudern mit polymer Bindern
  • Industriediamant für Werkzeugsysteme
  • Mögliche Anwendungsgebiete: Bohrmaschinen, Sägen, medizinische Implantate

Sandvik Additiv Manufacturing hat es geschafft, einen Diamanten präsentieren zu können, dessen Grünling die Experten per 3D-Druck aus einem Mix diverser Diamantpuder und polymeren Bindern gefertigt haben.

Der große Vorteil, heißt es weiter, liegt wieder mal in der designerischen Freiheit, die generativ arbeitende Herstellungsmethoden ins Feld führen. Nach dem Drucken des Rohlings folgt einen zweite Phase, in der die Polymere aus dem Materialmix entfernt werden. Ein anderes Matrixmaterial wird später dazu benutzt, um den halbfertigen Rohling in einen knallharten und für diverse Anwendungen einsetzbaren Diamanten zu verwandeln.

Leider nichts für Romantiker

Dieser Diamant sei jedoch für einen schönen Verlobungsring nicht geeignet, wohl aber sehr gut für viele industrielle Werkzeuge. Diamant ist zwar schon in verschiedenen korrosionsbeständigen Werkzeugsystemen enthalten, doch jetzt kann man daraus auch hochkomplexe und hoch resistente Komponenten erschaffen, die etwa für industrielle Bohrmaschine und Sägen interessant sein dürften. Medizinische Implantate könnten ebenso ein Einsatzgebiet werden, weil Diamant besonders biokompatibel ist.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt erschienen.

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