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Formnext Die wichtigsten News zur Formnext 2019

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Vom 19. bis 22. November findet die weltweit wohl wichtigste Messe für Additive Fertigung in Frankfurt statt. Wir haben die wichtigsten News und Highlights für Sie gesammelt.

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Vom 19. bis zum 22. November öffnet die Formnext ihre Türen in Frankfurt.
Vom 19. bis zum 22. November öffnet die Formnext ihre Türen in Frankfurt.
(Bild: Mesago / Mathias Kutt)

Dieses Jahr tummeln sich mehr als 740 Aussteller auf der bisher größten Formnext. Mit den USA ist 2019 auch erstmals ein Gastland Teil des Messekonzeptes. Damit Sie den Überlick behalten, haben wir die wichtigsten News, Produktneuheiten und Weltpremieren für Sie zusammengefasst:

1. Volkswagen erreicht mit dem HP Metal Jet einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Stückzahlenproduktion

Für die erste Kampagne des VW ID.3 wurden 10.000 Modelle per Additiver Fertigung hergestellt.
Für die erste Kampagne des VW ID.3 wurden 10.000 Modelle per Additiver Fertigung hergestellt.
(Bild: HP)

Seit dem vergangenen Jahr setzt Volkswagen bei der Industrialisierung seiner additiven Fertigung auf den HP Metal Jet. Die weltweit fortschrittlich0ste 3D Drucktechnologie für Großserienfertigung von produktionsgerechten Metallkomponenten bildet die Basis der mehrjährigen Design- und Produktionsstrategie. HP und GKN Powder Metallurgy produzierten innerhalb weniger Wochen über 10.000 hochwertige Komponenten für die Vorstellung des visionären ID.3 Elektrofahrzeugs – Volkswagen erreichte damit einen wichtigen Meilenstein in der ersten Phase der dreiphasigen strategischen Roadmap.

2. FIT Additive Manufacturing Group präsentiert Weltneuheiten auf der Formnext 2019

Ab 19.11.2019 stellt die FIT Additive Manufacturing Group auf der Formnext, der Weltleitmesse für Additive Manufacturing, innovative Anwendungsbeispiele aus der Luft- und Raumfahrt, dem Maschinenbau, der Automobilindustrie und anderen Branchen aus. Erfolgreiche Projekte mit namhaften Partnern wie Turkish Aerospace Industries, der ArianeGroup, HAUNI Group und vielen weiteren zeigen dabei, welchen konkreten Nutzen die Additive Fertigung liefert, wenn in Design, Entwicklung und Fertigung neue Wege beschritten werden.

3. 100% reines Kupfer aus dem 3D Drucker

Protiq ist es gelungen reines Kupferpulver für den 3D-Druck herzustellen.
Protiq ist es gelungen reines Kupferpulver für den 3D-Druck herzustellen.
(Bild: Protiq)

Kupfer wurde bereits vor über 10.000 Jahren als eines der ersten Metalle vom Menschen verarbeitet. In der Industrie ist es heute ein weit verbreiteter metallischer Werkstoff. Aufgrund seiner hervorragenden elektrischen Leitfähigkeit werden aus Kupfer unter anderem Induktoren für die partielle Härtung von Bauteilen hergestellt. PROTIQ ist es nun gelungen, einen einzigartigen Prozess zu entwickeln, mit dem 100% reines Kupfer additiv verarbeitet werden kann.

4. Evonik präsentiert Materialoffensive auf der Formnext

Erstmals stellt das Spezialchemieunternehmen Evonik auf der Formnext 2019 aus.
Erstmals stellt das Spezialchemieunternehmen Evonik auf der Formnext 2019 aus.
(Bild: evonik)

Erstmals präsentiert Evonik auf der diesjährigen Formnext seine Materiallandschaft für die Additive Fertigung. Mit innovativen „ready-to-use“ Hochleistungsmaterialien und weiteren Werkstoffen möchte das Spezialchemieunternehmen den 3D-Druck einen Schritt näher an die Serienfertigung führen.

Ready-to-use“ steht für den Anspruch von Evonik in der Materialentwicklung für additive Fertigung. „Wir bieten ein Konzept an, mit dem wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern Material und Maschine effizient aufeinander abstimmen können“, sagt Thomas Große-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing bei Evonik.

5. MSC Software präsentiert auf der Formnext neue Simulationslösungen für die additive Fertigung

MSC Software, ein Anbieter von CAE-Simulationssoftware, der zu Hexagon gehört, stellt auf der diesjährigen Formnext seine, nach eigenen Angaben, disruptiven Softwarelösungen für additive Fertigungsverfahren, inklusive generativem Design, Kostenabschätzung für Druckvarianten und Bauprozesssimulation im 3D-Druck, vor.

Die neue leistungsstarke Software „MSC Apex Generative Design” generiert vollautomatisch komplexe Leichtbaudesigns für die additive Fertigung bis zu 5-mal schneller als marktübliche Softwarelösungen, um automatisch, je nach Zielsetzung, topologieoptimierte Designs zu erzeugen. Die Software integriert Digital-Twin für Metall- und Kunststoff-Fertigung, damit nur realisierbare Varianten berücksichtigt und Qualitäts- sowie Funktionsfehler von Bauteilen vermieden werden.

6. Jellypipe startet neues 3D-Marktplatz-Konzept „Find your Expert“

Auf der Formnext präsentiert Jellypipe das neue Reseller-Store-Konzept „Find your Expert“. Für die Umsetzung von Druckaufträgen soll das neue Jellypipe Ökosystem die richtigen Experten finden. Dabei unterscheidet das System in folgende Kategorien: Architektur, Modellierung, Prototyping, Design und Produktion.

7. Auf der Formnext zeigt Trumpf eine Lösung zur automatisierten Serienfertigung

Bei der Lösung „Multiplate“ schiebt das Beschichter-Werkzeug des 3D-Druckers TruPrint 1000 die Substratplatte nach dem Druck in den Überlaufbehälter.
Bei der Lösung „Multiplate“ schiebt das Beschichter-Werkzeug des 3D-Druckers TruPrint 1000 die Substratplatte nach dem Druck in den Überlaufbehälter.
(Bild: Trumpf)

Auf der Weltleitmesse für Additive Fertigung, der Formnext in Frankfurt, zeigt Trumpf für den 3D-Drucker TruPrint 1000 eine neue Lösung, um Substratplatten automatisch zu wechseln, was die additive Serienfertigung vorantreiben soll. Bei dieser Funktion, die Trumpf „Multiplate“ nennt, schiebt das Beschichter-Werkzeug der Anlage die Substratplatte nach Prozessende in den Überlaufbehälter. Anschließend bearbeitet der 3D-Drucker selbstständig eine neue Substratplatte. Die Anlage soll nahtlos den nächsten Druckauftrag starten, ohne dass ein Maschinenbediener sie öffnen und eine neue Platte einlegen muss.

8. XJet präsentiert neue Drucker für Metall- und Keramikteile

Auf der Formnext 2019 wird XJet auf praktische Demonstrationen setzen, um die Vorteile ihrer NJP Technologie für die additive Fertigung mit Metall und Keramik zu veranschaulichen. Anhand neuer Musterteile soll demonstriert werden, welche industriellen Anwendungen mit der neuen Druckergeneration möglich sind. Auf der Messe werden ein Metall- und ein Keramikdrucker vorgestellt.

9. Dank Simulation schneller zum richtigen 3D-Druckbauteil

Der Simulationsexperte Ansys zeigt auf der Formnext, wie seine Lösung Additive Manufacturing Simulation dabei unterstützt, schnell zum passenden Bauteil zu kommen: „Print first time right“ verkürze die Markteinführungszeit und führe so zu erheblichen Kosteneinsparungen. Durch die Vorhersagen zur Mikrostruktur und den physikalischen Eigenschaften entstehen Bauteile mit hoher Integrität und einfacherer Qualifizierung.

10. CoreTechnologie zeigt neue Software für hochauflösende Oberflächenstrukturen

Die Software 4D_Additive mit 5.000 Texturen für hochauflösende Oberflächenstrukturen auf 3D-Druckbauteilen.
Die Software 4D_Additive mit 5.000 Texturen für hochauflösende Oberflächenstrukturen auf 3D-Druckbauteilen.
(Bild: CoreTechnologie GmbH)

Das Software-Unternehmen CoreTechnologie GmbH (CT) präsentiert auf der Fachmesse Formnext in Frankfurt intelligente Software- und Prozess-Innovationen für die Additive Fertigung. Mit der Software 4D_Additive möchte CoreTechnologie auf der Fachmesse zukunftsweisende Prozesse in der additiven Fertigung aufzeigen.

11. Lithoz präsentiert Drucksysteme für Hochleistungskeramiken

Der österreichsiche Hersteller erneuert seine CerabFab-Familie mit drei neuen Anlagen für den Druck von Keramikteilen. Das CeraFab-System ist in drei verschiedenen Größen bezüglich Bauplattform und unterschiedlichen Auflösungen, je nach Bedarf der Anwendung, erhältlich. Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht die Kombination von bis zu vier Bauteilen, wodurch eine flexible und skalierbare Produktionsumgebung geschaffen wird.

12. Altair zeigt Lösungen für simulationsgetriebenen Entwicklungsprozess

Altair präsentiert seine Lösungen für simulationsgetriebene Entwicklung auf der Formnext und zeigt unter dem Motto „from capability to capacity“, wie die Potenziale moderner Fertigung erschlossen werden. m Einklang mit dem Formnext Motto "Turning your Ideas into Reality" wird Altair Entwicklungstools und-prozesse präsentieren, mit denen aus Designideen und moderner Fertigungstechnologie industrielle Anwendungen werden.

13. HP unterstützt Kunden in der digitalen Fertigung mit neuen Abonnements, Dienstleistungen und Partnerschaften

Im Vorfeld der formnext 2019 präsentiert HP innovative Abonnement- und Service-Modelle, die die Integration von 3D-Druck in digitale Fertigungsstrategien erleichtern. Erweiterte Industrie-Partnerschaften und neue Applikationen und Anwendungsfälle mit Branchenführern wie Siemens, Volkswagen und einer Reihe weiterer Unternehmen unterstützen darüber hinaus Kunden bei der Transformation ihrer eigenen Produktion.

14. Laserauftragschweißen von großen Bauteilen

Die Lasertec 125 3D hybrid ist das Highlight auf dem Formnext-Messestand von DMG Mori.
Die Lasertec 125 3D hybrid ist das Highlight auf dem Formnext-Messestand von DMG Mori.
(Bild: DMG Mori)

DMG Moris Highlight auf der Formnext 2019 ist die Lasertec 125 3D hybrid. Per Laserauftragschweißen kann sie Werkstücke bis 2000 kg aufbauen. Mit der Lasertec 125 3D hybrid erweitert DMG Mori sein Portfolio im Laserauftragschweißen mit Pulverdüse um ein Modell für die Instandsetzung, Reparatur und Fertigung größerer Bauteile. Die Hybrid-3D-Drucker basieren auf den Universal-Bearbeitungszentren der monoBlock-Baureihe und sind für Bauteilabmessungen bis ø 1250 mm × 745 mm ausgelegt.

15. ARMOR 3D startet die Kimya Factory

Die Kimya Factory verfolgt das Ziel, dem Markt eine Lösung für die Herstellung von Kleinserienteilen mit hohem Gebrauchswert für die Industrie anzubieten, eine Premiere auf dem FDM/FFF 3D-Druckmarkt. „Durch unser F&E-Angebot in Kombination mit der Herstellung von Fertigteilen können wir 100% der Spezifikationen unserer Kunden erfüllen. Wir stellen ein Fertigprodukt aus Hochleistungsmaterialien direkt aus unserer F&E her, so dass wir den

Zertifizierungsstandards nach Tätigkeitsbereichen nachkommen können“, erklärt Pierre-Antoine Pluvinage, Director Business Development bei Kimya – Additive Manufacturing by ARMOR. Nach Unternehmensangaben reagiert der Hersteller damit auf die starke Nachfrage seiner Partner, die nicht immer die Produktion in ihre eigenen Abteilungen integrieren wollen, sondern versuchen, die Qualität des Teils mit Hilfe des Materials zu gewährleisten.

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