Technologieübersicht Die wichtigsten Unternehmen der 3D-Druckindustrie

Redakteur: Stefan Guggenberger

Die 3D-Druckindustrie wächst schnell und beinahe täglich treten neue Druckerhersteller in den Markt ein. Damit Sie den Überblick behalten, hat Ampower eine Übersicht der wichtigsten Technologieanbieter in den Bereichen Kunststoff- und Metalldruck erstellt.

Firmen zum Thema

SLS, SLM, FDM oder SLA zählen zu den etablierten Anwendungen des 3D-Drucks, aber mittlerweile gibt es auch Technologien von Unternehmen, die komplett neue Ansätze verfolgen.
SLS, SLM, FDM oder SLA zählen zu den etablierten Anwendungen des 3D-Drucks, aber mittlerweile gibt es auch Technologien von Unternehmen, die komplett neue Ansätze verfolgen.
(Bild: gemeinfrei // pexels)

Im Vergleich zu anderen Technologien wie der Zerspanung ist der industrielle 3D-Druck noch relativ jung. Gleichzeitig ist die 3D-Druckindustrie äußerst innovativ und erschließt sich fortwährend neue Anwendungsgebiete. 3D-Druck wird längst nicht mehr nur zur Herstellung von Prototypen oder Anschauungsmodellen genutzt, sondern ist mittlerweile eine konkurrenzfähige Fertigungsalternative für Endprodukte. Bei der Produktion von Dentalimplantaten oder Hörgeräten hat sich die additive Fertigung beispielsweise als Standardanwendung etabliert. Außerdem setzen viele Anwender die Technologie zur Herstellung von Fertigungswerkzeugen, Gussformen, Einzelteilen oder Kleinserien ein.

Da die additive Fertigung beinahe täglich neue Materialien, Verfahren oder Anwendungen hervorbringt, ist es nicht einfach, einen Überblick über 3D-Druckerhersteller und andere Technologieanbieter zu haben. Deshalb hat das Marktforschungsunternehmen Ampower den Markt analysiert und zwei Übersichten zu den wichtigsten Unternehmen der 3D-Druckindustrie erstellt. Die Übersichten befassen sich ausführlich mit den Bereichen Kunststoff- und Metalldruck. Es gibt natürlich auch andere 3D-Druckwerkstoffe wie Sand oder Keramik, aber der Markt wird aktuelle von Anwendungen in den Bereichen Kunststoff und Metall dominiert.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wo steht die additive Fertigung heute?

Wo setzen Sie additiv gefertigte Produkte ein? Und wie sind Ihre Erfahrungen mit industriellem 3D-Druck?
Machen Sie bei unserer Umfrage mit und erhalten Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
Zusätzlich können Sie diese Preise gewinnen:

  • einen 3D-Drucker im Wert von 299 Euro
  • zwei Fachbücher im Wert von 50 Euro
  • zwei Gutscheine für shapeways.com über 25 Euro

  • >> Jetzt teilnehmen! <<

Technologieübersicht zum 3D-Kunststoffdruck

Die Technologiekarte des 3D-Kunststoffdrucks von Ampower.
Die Technologiekarte des 3D-Kunststoffdrucks von Ampower.
(Bild: Ampower)

Schon in den 1980er Jahren wurde das erste additive Fertigungsverfahren auf Basis der Stereolithografie von Chuck Hull kommerzialisiert. Hulls Unternehmen 3D-Systems gehört auch heute noch zu den führenden Anbietern im Bereich des Polymerdrucks. Allerdings lässt sich heute zwischen 16 verschiedenen Kunststoffdruck-Verfahren unterscheiden und fast täglich kommen neue hinzu. Die meisten Anbieter sind dabei in den Bereichen Stereolithografie und Filament-Extrusion tätig. Es gibt aber auch Verfahren, die sich etabliert haben, bisher aber nur von einem Unternehmen angeboten werden. Dazu zählt das Digital Composite Manufacturing (DCM) von Fortify oder Slective Powder Deposition (SPD) von Aerosint.

Hier finden Sie eine hochauflösende Version der 3D-Polymerdrucklandkarte (Ansicht und Download sind ohne Anmeldung möglich).

Die Technologiekarte von Ampower unterteilt die Verfahren in Anlehnung an die ASTM / ISO 52900. Allerdings sind mittlerweile Verfahren bekannt, die sich einer bekannten Klassifizierung entziehen. Systeme von Anbietern verwenden völlig neue Ansätze für Energieeinsatz und Materialien. Diese Technologien haben jedoch noch einen relativ jungen Reifegrad. Außerdem ist zu beachten, dass sich die Verfahren auch bei gleicher Klassifizierung noch unterscheiden können.

Technologieübersicht zum 3D-Metalldruck

Die Technologiekarte des 3D-Metalldrucks von Ampower.
Die Technologiekarte des 3D-Metalldrucks von Ampower.
(Bild: Ampower)

Mit der Entwicklung des laserbasierten Pulverbettschmelzens wurde die erste Technologie für die additive Fertigung von Metallwerkstoffen etabliert. Mittlerweile kann zwischen 18 verschiedenen 3D-Metalldrucktechnologien unterschieden werden.

Hier finden Sie eine hochauflösende Version der 3D-Metalldrucklandkarte (Ansicht und Download sind ohne Anmeldung möglich).

Auch heute sind Verfahren aus dem Bereich des laserbasierten Pulverbettschmelzens die am weitesten verbreiteten Technologien. In diesem Bereich sind unter anderem Eos, SLM Solutions oder Renishaw tätig. Große Erwartungen in Bezug auf die Reduzierung von Kosten und Produktionszeit wecken derzeit die binderbasierten Systeme von Anbietern wie HP oder Desktop Metal.

Bindersysteme zielen auf die hohe Gestaltungsfreiheit der etablierten Technologien (SLM, SLS) des Metall-3D-Drucks ab und sollen gleichzeitig eine höhere Produktionsgeschwindigkeit aufweisen als Pulverbettverfahren. Bei den drahtbasierten Verfahren, beispielsweise von Gefertec oder Waam, steht dagegen nicht die hohe Auflösung im Vordergrund. Diese Verfahren erzeugen einen ‚endkonturnahen‘ Rohling, dessen Oberflächen dort bearbeitet werden, wo hochauflösende Merkmale erforderlich sind.

In der Technologieübersicht für additive Fertigung mit Metallen unterteilt Ampower die Verfahren in Anlehnung an die ASTM / ISO 52900. Allerdings sind mittlerweile Verfahren bekannt, die nicht in die bekannten Kategorien eingeordnet werden können. Systeme von Anbietern wie Vader und Fabrisonic verwenden völlig neue Ansätze in Bezug auf Energieeinsatz und Rohmaterialien. Außerdem ist zu beachten, dass sich die Verfahren auch bei gleicher Klassifizierung noch unterscheiden können. So kann die Technologie von 3DEO nur als Binder-Jetting klassifiziert werden, da sie gleichzeitig einen Fräsprozess beinhaltet.

(ID:47242956)