Kunststoff-3D-Druck Evonik stellt Filament auf PEEK-Basis vor

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Evonik hat das Filament Infinam PEEK 9359 F entwickelt. Der Hochleistungskunststoff kann in gängigen extrusionsbasierten 3D-Druck-Technologien verarbeitet werden und soll als Metallersatz dienen.

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Das Hochleistungsfilament Infinam PEEK 9359 F ist mit einem Durchmesser von 1,75 mm in Naturfarbe auf 500-Gramm-Spulen erhältlich.
Das Hochleistungsfilament Infinam PEEK 9359 F ist mit einem Durchmesser von 1,75 mm in Naturfarbe auf 500-Gramm-Spulen erhältlich.
(Bild: Evonik)

Nach Angaben von Evonik soll sich der hochtemperatur- und chemikalienbeständige Kunststoff besonders für die additive Fertigung von anspruchsvollen industriellen Kunststoffteilen eignen. So können die aus Infinam PEEK 9359 F gedruckten Bauteile langanhaltenden Temperatureinwirkungen von 250 ℃ bzw. kurzanhaltenden Temperatureinwirkungen von 300 ℃ widerstehen. Durch weitere Eigenschaften wie hohe mechanische Festigkeit, Hydrolysebeständigkeit oder inhärenter Flammschutz eigne sich der Hochleistungskunststoff besonders zur Herstellung leichter und leistungsstarker 3D-Bauteile für die Luft- und Raumfahrt sowie die Automobil-, Öl- und Gasbranche, heißt es.

Ein Kunststoff der Metall ersetzen kann

Laut Evonik sollen 3D-Bauteile aus dem neuen Hochleistungsfilament im Vergleich zu Edelstahl circa 80 Prozent leichter und 30 Prozent zäher sein – bei guter Ermüdungsfestigkeit. Diese Kombination von Eigenschaften verbunden mit guter Verschleißfestigkeit sowie geringe Gleitreibung ermögliche einen Metallersatz in Leichtbauanwendungen. Das Hochleistungsfilament wird mit einem Durchmesser von 1,75 mm in Naturfarbe auf 500-Gramm-Spulen aufgewickelt, die in üblichen FFF/FDM-3D-Druckern für PEEK-Filamente direkt eingesetzt werden können.

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