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VDI-Richtlinie Gestaltungsempfehlungen für die Konstruktion von Keramikbauteilen

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Die additive Fertigung ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung kleiner Losgrößen und bietet eine geometrische Gestaltungsfreiheit weit jenseits der zuvor bekannten Grenzen. Was beim 3D-Druck von keramischen Bauteilen beachten werden sollte, vermittelt die neue Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1.

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Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 gibt Gestaltungsempfehlungen für die Konstruktion von Keramikbauteilen, die mit 3-D-Druckverfahren hergestellt werden.
Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 gibt Gestaltungsempfehlungen für die Konstruktion von Keramikbauteilen, die mit 3-D-Druckverfahren hergestellt werden.
(Bild: Fraunhofer IKTS)

Bauteile aus keramischen Werkstoffen werden aufgrund ihrer Eigenschaften in vielen technischen Anwendungen eingesetzt. Sie verfügen über:

  • eine hohe mechanische Festigkeit
  • sind chemisch beständig und
  • besitzen thermische und elektrische Eigenschaften

Geometrische Freiräume bei der Konstruktion

Die additive Fertigung von Bauteilen aus keramischen Werkstoffen bietet dabei geometrische Freiräume bei der Konstruktion. Die Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 „Additive Fertigungsverfahren – Gestaltungsempfehlungen – Bauteile aus keramischen Werkstoffen“ gibt Gestaltungsempfehlungen für die Konstruktion von Keramikbauteilen, die mit 3D-Druckverfahren hergestellt werden.

Anhand von tabellarischen Übersichten und Grafiken können verschiedene keramische Materialien untereinander und mit Metallen verglichen werden. Mit spezifischen Gestaltungsempfehlungen geht die Richtlinie auf die Besonderheiten aller additiver Fertigungsverfahren, die die Herstellung von Keramiken ermöglichen, ein. So gibt die Richtlinie Konstruktionsempfehlungen für:

  • die kaltplastische und die thermoplastische Materialextrusion mittels Düse
  • den 3D-Siebdruck
  • das Binder-Jetting
  • die badbasierte Fotopolymerisation und
  • den Freistrahl-Materialauftrag

Keine Vorkenntnisse nötig

Die Richtlinie VDI 3405 Blatt 8.1 setzt weder tiefergehende Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Keramikproduktion noch auf dem Gebiet der additiven Fertigung voraus. Die Richtlinie wendet sich an Konstrukteure und Produktentwickler, die die Eigenschaften von keramischen Materialien nutzen und mit den Gestaltungsfreiräumen von additiv gefertigten Bauteilen kombinieren wollen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal Konstruktionspraxis veröffentlicht.

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