Laserschmelzen Handhabung von Pulverkondensat-Abfällen

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Entwicklungsdienstleister Sintavia hat mit der Additive Manufacturer Green Trade Association (AMGTA) und dem Abfalldienstleister Triumvirate Environmental eine Übersicht über die korrekte Handhabung von Pulverkondensat-Abfällen veröffentlicht. Diese fallen vor allem in der additiven Serienfertigung an.

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Pulverkondensatbildung beim selektiven Laserschmelzen. Das Bild stammt aus dem Whitepaper „Übersicht der Entsorgungsverfahren für Pulverkondensat in Metallpulverbettfusion“.
Pulverkondensatbildung beim selektiven Laserschmelzen. Das Bild stammt aus dem Whitepaper „Übersicht der Entsorgungsverfahren für Pulverkondensat in Metallpulverbettfusion“.
(Bild: Sintavia)

Pulverkondensat ist die Bezeichnung für verfestigte Partikel, die bei der Verdampfung von Metalllegierungen während des selektiven Laserschmelzens (SLS) entstehen. Sie sind der Abfall des additiven Fertigungsprozesses und werden entweder in einer Sammelkammer innerhalb des AM-Druckers deponiert ( „trockenes“ Kondensat) oder aus der Baukammer selbst durch Nassabsaugung entfernt („nasses“ Kondensat). Sowohl Nass- als auch Trockenkondensat kann gefährlich sein und muss gemäß den geltenden Umweltvorschriften entsorgt werden.

Pulverkondensat wird für den Seriendruck immer relevanter

Da der Metall-3D-Druck erst jetzt in die Reifephase eintritt, war Pulverkondensat als Abfallstrom bisher weder ein großes Thema für die Hersteller noch wurde es umfassend untersucht. Laut Sintavia müssen Großserienhersteller jedoch zunehmend entsprechende Ressourcen für die sichere Entsorgung dieses Materials bereitstellen. Um dies zu erreichen, sollte Pulverkondensat als separater Abfallstrom klassifiziert und entsprechend mit kosteneffizienten Methoden für die Entsorgung dokumentiert werden. In dem veröffentlichten Beitrag werden die in den USA angewandten Verfahren zur Analyse und Entsorgung von Kondensat aus dem Pulverbettschmelzverfahren erörtert. Zu den Analyseverfahren gehören beispielsweise das Toxizitätskennzahl-Auslaugverfahren und der Entzündbarkeitstest, zu den Entsorgungsverfahren das Recycling, die Deponierung und die Verbrennung.

Zur Übersicht der Entsorgungsverfahren für Pulverkondensat in Metallpulverbettfusion

Die Additive Manufacturer Green Trade Association (AMGTA)

Die AMGTA wurde im November 2019 ins Leben gerufen, um die ökologischen Vorteile der additiven Fertigung (3D-Druck oder Additive Manufacturing bzw. kurz AM) gegenüber herkömmlichen Fertigungsmethoden zu propagieren. Die AMGTA ist eine nicht gewerbliche, unabhängige Organisation, die jedem Hersteller oder Interessenvertreter in der additiven Fertigung offensteht, der bestimmte Kriterien im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit von Produktion oder Prozessen erfüllt. Zu den Gründungsmitgliedern der AMGTA gehören ExOne, Sintavia, LLC, Taiyo Nippon Sanso Corporation und QC Laboratories, Inc.

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