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Rapid Manufacturing

Highspeed Druckverfahren soll serientauglich werden

| Redakteur: Alexander Stark

Covestro ist eine Partnerschaft mit dem Silicon-Valley-Technologieunternehmen Carbon eingegangen. Die beiden Unternehmen wollen die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverfahrens Digital-Light-Synthesis (DLS) vorantreiben. Ziel ist es das Verfahren für die Serienproduktion fit zu machen.

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Um den 3D-Druck für die Massenfertigung bereit zu machen, arbeitet Covestro mit dem US-Unternehmen Carbon zusammen.
Um den 3D-Druck für die Massenfertigung bereit zu machen, arbeitet Covestro mit dem US-Unternehmen Carbon zusammen.
( Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Mit dem rapiden Fortschritt der Techniken rund um additive Fertigung und dem wachsenden Fertigungs-Knowhow, wächst auch das Interesse an industrieller Serienfertigung aus dem 3D-Drucker.

Das im Silicon Valley ansässige Unternehmen Carbon entwickelte dazu die Digital-Light-Synthesis (DLS) Technologie, mit der sich nach Unternehmensangaben die Herstellung von Teilen gegenüber bisherigen Verfahren bis zum Hundertfachen beschleunigen lässt. Nach Jahren der Forschung hat das Unternehmen auch ein neuartiges flüssiges Polyurethanharz entwickelt, das für die Herstellung von anspruchsvollen Bauteilen geeignet ist.

Covestro ist ein Partner beim Scale-up und für die Großserienfertigung dieses Materials. Das Unternehmen investierte einen nicht näher genannten Betrag, um das Harz in handelsüblichen Mengen herstellen zu können. Das Resultat der Zusammenarbeit soll die Serientauglichkeit von Verfahren und Material unter Beweis stellen und wurde nun als aktueller Erfolg der Partnerschaft vorgestellt. Der Konzern erforscht zurzeit Werkstoffe, um eine noch größere Bandbreite industrieller Anwendungen zu ermöglichen. Dazu baut das Unternehmen an den Standorten Leverkusen, Pittsburgh und Shanghai eigene Labore für den 3D-Druck aus und entwickelt und testet dort gemeinsam mit Kunden Materiallösungen für die additive Fertigung im Serieneinsatz.

Wie funktioniert DLS?

Ähnlich wie bei der Stereolithografie entsteht das Werkstück in einer Wanne mit flüssigem Kunststoffharz, das mittels UV-Strahlung ausgehärtet wird.

Für den Druck wird von unten Sauerstoff zugeführt, der der Aushärtung entgegenwirkt und eine „liquid dead zone“ erzeugt. Dazu besteht der Boden des Gefäßes aus einer licht- und luftdurchlässigen Membran, die ähnlich wie eine Kontaktlinse aufgebaut ist. Aus dieser Zone wird das gedruckte Objekt kontinuierlich herausgezogen, ohne dass sich einzelne Schichten ausbilden. Dabei wird ein geschütztes Verfahren mit der zugehörigen Hard- und Software sowie mit einem speziellen Material kombiniert. Es verleiht den fertigen Teilen die gewünschten technischen und mechanischen Eigenschaften.

In diesem Video stellt Carbon seine DLS-Technologie vor:

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal PROCESS veröffentlicht.

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