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Metallwerkstoff

Hybridkarbid – der neue Werkstoff für die Additive Fertigung

| Redakteur: Simone Käfer

VBN Components hat mit Vibenite 480 ein Hartmetall für die Additive Fertigung mit einem hohen Karbidanteil entwickelt. Er eignet sich für Pulverbettverfahren.

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Das Metallpulver Vibenite 480 von VBN Components besteht zu 65 % aus Carbiden.
Das Metallpulver Vibenite 480 von VBN Components besteht zu 65 % aus Carbiden.
(Bild: VBN Components)

Vibenite 480 von VBN Components ist das erste Hartmetall mit 65 % Carbiden für die Verarbeitung in der Additiven Fertigung. Der Werkstoff basiert auf Metallpulver, das durch großflächige industrielle Gaszerstäubung hergestellt wird, wodurch sowohl Kosten als auch Umweltbelastung minimiert werden. Er kombiniert die Zähigkeit pulvermetallurgischer Schnellarbeitsstähle (PM-HSS) mit der Hitzebeständigkeit von Hartmetallen und wurde daher Hybridkarbid genannt. Die Hartmetalle sind fein und gut dispergiert, was zu einer Struktur mit hoher Zähigkeit führt. Die Langzeit-Härte für diesen korrosionsbeständigen Werkstoff wurde mit einer Härte von ~66 HRC bis 750 °C gemessen.

Das Material soll eine schnelle Produktentwicklung von Komponenten wie Wälzfräser und Gesteinsbohrer ermöglichen, mit höherer Verschleißfestigkeit, neuen Geometrien oder reduziertem Gewicht. Hybridkarbid ist sowohl in Richtung Anwendungen, in denen üblicherweise Stahl verwendet wird, deren Effizienz aber durch den Wechsel auf Hartmetall erhöht werden kann, als auch in bei Hartmetallanwendungen mit komplexer Geometrie sinnvoll, meldet VBN Components. Werkzeuge, die mit dem Hybridkarbid hergestellt wurden, könnten laut Materialhersteller durch die höherer Hitzebeständigkeit schneller betrieben werden. Neben komplexen Formen soll es mit Vibenite 480 auch möglich, wesentlich größere Bauteile in einem Stück herzustellen als mit traditioneller Hartmetalltechnik.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.

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