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Start-up-Challenge Innovative Start-ups auf der Formnext ausgezeichnet

Redakteur: Stefan Guggenberger

Glasstrukturen, die mit dem Auge kaum noch erkennbar sind, gedrucktes Silikon für Implantate und ein kostengünstiger Metalldrucker gehörten zu den diesjährigen Gewinnern der Formnext-Start-up-Challenge.

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Auch 2019 hat die Formnext wieder innovative Start-ups ausgezeichnet. Die fünf Gewinner finden Sie in diesem Artikel.
Auch 2019 hat die Formnext wieder innovative Start-ups ausgezeichnet. Die fünf Gewinner finden Sie in diesem Artikel.
(Bild: gemeinfrei // unsplash.com)

Die Bedeutung des Themas Effizienzsteigerung in der additiven Branche zeigt sich bei den prämierten Software-Entwicklungen: Mit den Tools von AdditiveLab lassen sich bei der Fertigung von Metallbauteilen im Pulverbett die kritischen Regionen simulieren und können so bereits vor der Fertigung optimierte werden.

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Exponential Technologies hat eine Software entwickelt, mit der sich die Suche nach den richtigen Parametern für die Fertigung um ein Vielfaches reduzieren lässt. Einen weiteren Schritt zur Verbreitung von Additiver Fertigung macht „LMI - Laser Melting Innovations“ mit einem kostengünstigen Metalldrucker (Lasersintertechnologie), der sich vor allem an mittelständische Unternehmen richtet. Den industriellen 3D-Druck von Silikon will Spectroplast noch weiter voranbringen. Und mit dem Werkstoff Glas beschäftigt sich das Unternehmen Glassomer, das eine genaue und industrietaugliche additive Verarbeitung zum Beispiel für die Optik und Photonik ermöglicht.

Die internationalen Sieger haben ihre Innovationen auf der Start-up-Area der Formnext präsentiert. Die hohe Innovationsqualität, Spezialisierung und Industrienähe der Sieger zeigt, dass sich die internationale Start-up-Szene im 3D-Druck weiterentwickelt.

Die Formnext-Start-up-Challenge 2019 zeichnet Unternehmen aus, die nicht älter als fünf Jahre sind. Der Wettbewerb wird in Kooperation mit UnternehmerTUM ausgerichtet und prämiert neuartige und tragfähige Geschäftsideen. Die Jury besteht aus bekannten Vertretern der Branche, der Wissenschaft, den Medien und aus dem Investmentbereich.

Die Gewinner der Start-up Challenge 2019

  • AdditiveLab BVBA, Belgien, hat eine Simulationssoftware für die additive Fertigung von Metallbauteilen entwickelt. Die Analyse von AdditiveLab nutzt einen mehrstufigen Simulationsansatz, um Spannungen und Verformungen eines Bauteils schichtweise vorherzusagen. Dies ermöglicht Anwendern, problematische Regionen, die den Herstellungsprozess und die Endqualität des hergestellten Teils beeinträchtigen, vorab zu identifizieren und anzupassen.
  • Die Entwicklung neuer, innovativer Materialien sowie die automatische Anpassung an neue Materialien, Maschinen und Fertigungsprozesse will das lettische Unternehmen Exponential Technologies Ltd. ermöglichen. Das Start-up verwendet dafür KI- und „Machine-Learning“-Algorithmen. Damit lassen sich die richtigen Maschinenkonfigurationen für Laserbearbeitung, additive Fertigung und CNC-Maschinen, sowie optimierte Materialmischungen finden. Der Zeitaufwand dafür soll um ein Vielfaches sinken.
  • Das deutsche Start-up Glassomer GmbH beschäftigt sich mit dem Stereolithographie-3D-Druck von Glas. Das junge Unternehmen bietet Harze, erstellt Machbarkeitsstudien und Kleinserien. Im Zentrum steht das Ziel, neue additive Technologien für die Massenproduktion von Glas zu entwickeln. Glassomer ermöglicht die Strukturierung von hochwertigem Quarzglas, das vollständig mit den Anforderungen der Optik und Photonik kompatibel ist.
  • Mit einem günstigen Metalldrucker hat das deutsche Start-up „LMI – Laser Melting Innovations“ die Jury überzeugt. Der Metalldrucker richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen. Den niedrigeren Preis im Vergleich zu bisherigen Metalldruckern erreicht LMI durch die Eliminierung kostentreibender Komponenten und verspricht gleichzeitig eine kompakte Bauweise, Langlebigkeit und eine hohe Wirtschaftlichkeit des Diodenlasers.
  • Das Schweizer Start-up Spectroplast AG ist ein Spin-off der renommierten Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Das Team konzentriert sich auf den Silikon-3D-Druck und verspricht Industriestandards mit höchster Präzision und Leistung. Mit dem eigenen SAMT-Service bietet das Start-up Silikone in einer Shore-Härte von A0 - A80 sowie in verschiedenen Farben an.

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