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Elektronik

IoT-Geräte aus dem 3D-Drucker

| Autor: Simone Käfer

Um Elektronik additiv zu fertigen, sind spezielle 3D-Drucker nötig. Ein Hersteller ist Nano Dimension. Außer den Maschinen entwickeln sie auch additiv gefertigte IoT-Elektronik.

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Nano Dimension konnte den Transceiver nicht nur verkleinern.
Nano Dimension konnte den Transceiver nicht nur verkleinern.
(Bild: Nano Dimension)

Nur 18 Stunden hat die Herstellung, die Montage und der Test des Prototyps eines IoT-Transceivers gedauert. Damit hat Nano Dimension mit seinem additiven Verfahren einen Zeitgewinn von rund 90 % gegenüber herkömmlichen Fertigungsverfahren herausgeholt. Das Unternehmen stellt additiv gefertigte Elektronik her und hat besagten IoT-Transceiver selbst entwickelt. Er soll es Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglichen, ihre intelligenten Produkte und andere Prototypen schneller und einfacher als je zuvor zu erstellen und zu testen.

Das IoT-Kommunikationsgerät wurde auf einem Drucker hergestellt, der mit Injekt Deposition arbeitet, also einem Binder-Jetting-Verfahren. Als Materialien stellt das Unternehmen bisher Silber-Tinte in Nanopartikeln sowie nichtleitende Tinten her. Mit einem Bauvolumen von 160 mm × 160 mm × 3 mm und Schichtstärken von 17 bis 35 µm, ist der 3D-Drucker ganz klar auf kleine Bauteile ausgelegt. So ist das ferngesteuerte IoT-Gerät vom Typ IoT, das fast nur aus einer additiv gefertigten Leiterplatte besteht, auch lediglich 16 mm × 33 mm × 1,6 mm groß. Derzeit befindet es sich in der Qualifikationsphase; der Hersteller geht davon aus, dass es zu einem Zweiwege-Kommunikationsgerät, wie einem Router, weiterentwickelt werden kann.

Studie: Additive Fertigung

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3D-Druck für das Smart Home und autonome Fahrzeuge

Unternehmen, die sich auf Router für das Smart Home spezialisiert haben, können andere Unternehmen dabei unterstützen, schnell eine verbesserte Kommunikation mit intelligenter Weißer Ware, wie Waschmaschinen, Kühlschränken, Fernsehern oder Klimaanlagen, und sogar Kinderspielzeug zu entwickeln. Aber auch für Unternehmen, die autonome Fahrzeuge mit Hunderten von Sensoren herstellen, ist das Gerät interessant. Die Lösung könnte es Unternehmen ermöglichen, ihre Prototypen innerhalb eines Tages schnell zu testen und fertigzustellen. „Anwender müssen nicht mehr länger als zwei Wochen warten, um zu verstehen, ob ihr Smart Device funktioniert oder nicht. Dies erhöht letztlich die Produkt- und Kosteneffizienz und verkürzt die Markteinführungszeit, so dass der Verbraucher die Vorteile dieser Produkte schneller als je zuvor nutzen kann”, sagt Amit Dror, CEO von Nano Dimension.

Andere Produkte, die mit demselben Drucker gefertigt werden, sind Multilayer PCB-Drehmomentsensor-Applikationen zur Erstellung von Sensoren, wie sie in Fingersensoren von Smartphones oder Temperatur- und Bewegungssensoren in Überwachungsgeräten eingebaut sind, und RF-Verstärker-Applikationen, die Signale für tragbare Kommunikationsgeräte und unbemannte Luftfahrzeuge wie Drohnen und Satelliten verstärken.

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