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Formnext 2019 Mehr Additive Fertigung – von Konstruktion bis Postprocessing

Autor: Simone Käfer

Die internationale Fachmesse für Additive Fertigung Formnext hatte dieses Jahr mehr Fläche. Passend dazu auch mehr Aussteller und mehr Besucher. Und was waren die Trends?

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Imagine steht auf diesem 3D-gedruckten Pullover des spanischen Filamentherstellers Recreus. Was AM kann, musste man sich auf der Formnext nicht vorstellen - sondern konnte es mit eigenen Augen sehen.
Imagine steht auf diesem 3D-gedruckten Pullover des spanischen Filamentherstellers Recreus. Was AM kann, musste man sich auf der Formnext nicht vorstellen - sondern konnte es mit eigenen Augen sehen.
(Bild: VCG)

Bei 852 Ausstellern auf der Formnext 2019 haben sich 34.532 Messebesucher über Additive Fertigung von Konstruktion bis Nachbearbeitung informiert. Das übertrifft in beiden Fällen die Zahlen des Vorjahres von 26.919 Besucher und 632 Ausstellern. Sowohl bei diesen als auch auf Besucherseite verzeichnet die Messe einen hohen internationalen Anteil.

Highlights der Formnext 2019
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Weniger Postprocessing, mehr Hochtemperaturfilament

Dieses Jahr standen bei einigen Maschinenherstellern die Industrietauglichkeit ihrer 3D-Drucker sowie die Kompatibilität mit den vor- und nachgelagerten Prozessen im Fokus. „Wir wollen die Maschine industrialisieren", verkündete Meddah Hadjar, CEO von SLM Solutions, gleich am ersten Messetag. Sie bieten ein vollautomatisiertes Pulverhandling mit permanent Filter sowie verbesserte Prozessparameter. Letztere bedingen einen neuen Trend des 3D-Metalldrucks, der sich auf der Messe gezeigt hat: reduziertes Postprocessing durch glattere Oberflächen.

Bei den Herstellern von 3D-Kunststoffdruckern wurde mehr an den Extrudern verbessert. Drucken mit Granulat und Hochtemperaturmaterialien liegen hier im Trend. Das polnische Unternehmen 3D Genece beispielsweise bietet für seinen Drucker drei Extrudermodule mit unterschiedlichen Temperaturen, durch die Anwender flexibler von ABS- und PLA- auf Ultem- oder PEEK-Filament wechseln können.

Geschäftsanbahnungen

Aber auch für Geschäftsabschlüsse ist die jährliche Fachmesse in Frankfurt beliebt. So hat Xjet am ersten Messetag einen Vertrag über Aluminiummaterial mit dem israelischen Komponentenhersteller Tuvia Sharon besiegelt. Tuvia Sharon fertigt vorwiegend für die Luft- und Raumfahrt- sowie die Medizinindustrie. Der Messeveranstalter Mesago spricht zudem von einem gestiegenen Interesse seitens Venture-Capital-Unternehmen sowie von Industrieunternehmen, die als strategische Partner bei jungen Unternehmen einsteigen möchten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe