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Forschung Mehr Genauigkeit für 3D-gedruckte Metallbauteile

Redakteur: Simone Käfer

Forscher der Universität des Saarlandes verbessern die Genauigkeit eines 3D-gedruckte Metallbauteils.

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An der Universität des Saarlandes werden 3D-Druck und elektrochemisches Abtragen für hochpräzise Bauteile kombinieren. Professor Dirk Bähre (r.), der Forscher Shiqi Fang (l.) und der technische Mitarbeiter Stefan Wilhelm (Mitte).
An der Universität des Saarlandes werden 3D-Druck und elektrochemisches Abtragen für hochpräzise Bauteile kombinieren. Professor Dirk Bähre (r.), der Forscher Shiqi Fang (l.) und der technische Mitarbeiter Stefan Wilhelm (Mitte).
(Bild: Oliver Dietze)

Für Präzision im Tausendstel-Millimeter-Bereich sind die Verfahren der Additiven Fertigung oft zu ungenau. Diesem Problem hat sich das Forschungsteam von Professor Dirk Bähre an der Universität des Saarlandes angenommen. Damit alles hundertprozentig zusammen- und ineinanderpasst und auch härtesten Belastungen standhalten kann, muss jedes Einzelteil perfekt geformt sein. Um das zu erreichen, führt das Forscherteam einen zusätzlichen Nachbearbeitungsschritt ein: das elektrochemischem Abtragen. Dabei werden die Werkstücke von einer Elektrolytlösung umspült.

Laut Bähre schadet die berührungslose Technik den Metallbauteilen nicht. „Durch Stromimpulse und Schwingungen des Werkzeugs erreichen wir einen besonders gleichmäßigen Abtrag mit sehr glatten Oberflächen und hohen Genauigkeiten“, erläutert Bähre. Die Ingenieure brauchen dafür nur elektrischen Strom: Dieser fließt zwischen einer Vorlage, der Kathode, und der Anode, in diesem Fall dem zu bearbeitenden Werkstoff aus dem 3D-Drucker. Umspült von der stromleitenden Flüssigkeit aus Wasser und Salz werden dabei winzige Metallteilchen abgetragen: Die Metallionen lösen sich aus dem Werkstück und das hochpräzise gewünschte Bauteil entsteht.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.

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