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Formnext 2019 Mehr Messe, mehr Programm, mehr Infos für Einsteiger

| Redakteur: Simone Käfer

Die Formnext 2019 bietet in neuen Hallen mehr Platz für Aussteller der Additiven Fertigung. Außerdem wurde das Programm erweitert und ein Partnerland bestimmt. Auch neu sind Info-Führungen zu Branchenthemen.

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Vom 19. bis zum 22. November 2019 findet die Formnext auf dem Frankfurter Messegelände statt. Dieses Jahr erstmals in den Hallen 11 und 12.
Vom 19. bis zum 22. November 2019 findet die Formnext auf dem Frankfurter Messegelände statt. Dieses Jahr erstmals in den Hallen 11 und 12.
(Bild: Mesago / Mathias Kutt)

Mit neuen Hallen, mehr Ausstellungsfläche und noch mehr Ausstellern sowie einem weiter ausgebauten Programm positioniert sich die Formnext auch dieses Jahr ganz vorne im Pflichtprogramm für Additive Fertiger und jene, die es werden wollen. Von Software, Digitalisierung und Pre-Processing über Fertigungslösungen für die Additive Fertigung (AM) bis Postprocessing mit Oberflächenbearbeitung sowie Qualitätssicherung und Messtechnik bieten die Aussteller auf der Formnext ein umfassendes Angebot für AM-Anwender. Besucher, die nicht gleich in eine eigenen Fertigung investieren wollen, können sich bei den ausstellenden Auftragsfertigern informieren.

740 Aussteller waren Ende September beim Messeveranstalter Mesago Messe Frankfurt angemeldet. Davon sind 285 Unternehmen erstmals dabei. Abgesehen von diesen Neuausstellern füllen auch größere Stände der bisherigen Aussteller die 35 % mehr Stellfläche, welche die Hallen 11 und 12 des Frankfurter Messegeländes nun bieten. „Wir wachsen national und international gleichermaßen”, unterstreicht Sascha Wenzler, Vice President der Mesago Messe Frankfurt, die Internationalität der Messe. In Prozenten ausgedrückt liegt die Anzahl der nicht-deutschen Aussteller der diesjährigen Formnext bei rund 55 %. Neben Deutschland sind die wichtigsten Ausstellerländer China, USA, Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und die Niederlande.

Industrialisierung und 3D-Druck mit Kunststoff als Trendthemen

Neben zahlreichen Entwicklungen zur Industrialisierung der Additiven Fertigung rücken auch Kunststoffmaterialien wieder verstärkt in den Fokus der Branche. Das liegt zum einen an neuen Fertigungsmethoden, einer deutlichen Leistungssteigerung der Anlagen und neuen Materialentwicklungen wie Hochtemperatur- und Verbundwerkstoffen. Dadurch erschließen sich neue Anwendungen, mit denen teilweise auch Metallkomponenten ersetzt werden können. Eine starke Dynamik zeigt auch der Bereich Postprocessing, der für die industrielle Weiterentwicklung der Additiven Fertigung von entscheidender Bedeutung ist. „Hier haben zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriebereichen die Marktchancen ergriffen und sehr spannende Produkte und Technologien entwickelt“, so Wenzler.

Programm für den Besucher der Formnext 2019

Neue Programmpunkte sind Guided Tours zu den Themen Maschinenbau, Automotiv, Medizintechnik und Luftfahrt sowie Formnext.TV mit Anwenderfilmen im Vorfeld und einer täglichen Live-Berichterstattung direkt von der Messe. Einsteiger in den industriellen 3D-Druck finden bei den täglichen Discover-3D-printing-Seminaren praktische Tipps und wertvolle Hintergrundinformationen sowie Antworten auf Fragen, wie: „Passt Additive Fertigung in meine Produktion?”

Der Mittwoch wird ein „Special US-Day“ mit verschiedenen Events am Pavillon und einer „Closing-Reception“, die von der AMUG (Additive Manufacturing Users Group) gesponsert wird. In Kooperation mit dem US Commercial Service wird auch das 2018 ins Leben gerufene und international vielbeachtete Standards-Forum weitergeführt.

In Kooperation mit PIM International präsentiert die Messe eine User Case Area PIM/MIM/CIM und damit die Schnittstelle zwischen Additiver Fertigung und moderner Massenproduktion. Besucher lernen hier anhand von mehr als hundert Komponenten, die mittels Metal Injection Moulding (MIM), Ceramic Injection Moulding (CIM) oder Powder Injection Moulding (PIM) hergestellt wurden, die Potenziale dieser Verfahren für die Massenproduktion hochpräziser Bauteile aus unterschiedlichsten Werkstoffen kennen.

Zudem werden mit dem Gemeinschaftsstand und der User-Case-Area „additive4Industry” der VDMA AG AM, der Start-up Challenge, dem Ideenwettbewerb Purmundus Challenge und der Plattform AM4U mit zahlreichen Karrieremöglichkeiten bereits etablierte Events fortgeführt und weiter ausgebaut. Darüber hinaus wird auch 2019 das vom Content Partner TCT organisierte Konferenzprogramm aktuelle Trends und Entwicklungen der Additiven Fertigung thematisieren sowie Vordenker und Anwender der Additiven Fertigung zusammenbringen.

Erstes Partnerland der Formnext ist die USA

Ebenfalls neu eingeführt hat haben die Veranstalter das von anderen Messen bekannte Konzept des Partnerlandes. Für die Formnext 2019 wird das die USA sein. Eine logische Wahl, hält sich die USA mit Deutschland doch die Waage in der Führungsposition bei AM. „Während die Deutschen im Metallbereich mit Abstand führend sind”, berichtet Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der AG AM des VDMA, „sind US-amerikanische Unternehmen im Kunststoffbereich dominanter.” Auf die Frage, wo China in diesem Ranking stünde, antwortet Heering: „Die Chinesen holen dramatisch auf!” Seine Erklärung dafür sind die extrem hohen Fördersummen, die der chinesische Staat für Additive Fertigung vergibt. Das Partnerland der Formnext 2020 steht schon fest: China.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.

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