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3D-Druck mit Kunststoff Mimaki setzt auf Farbenvielfalt und Großraum

Redakteur: Simone Käfer

Im Zuge der Formnext Connect hat Mimaki zwei neue 3D-Druck für Kunststoffe vorgestellt.

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Mit dem 3DGD-1800 setzt Mimaki auf die Additive Fertigung großvolumiger Objekte.
Mit dem 3DGD-1800 setzt Mimaki auf die Additive Fertigung großvolumiger Objekte.
(Bild: Mimaki)

Der neue 3D-Drucker von Mimaki USA und Mimaki Europe basiert auf dem Inkjet-/Polyjet-Verfahren und heißt 3DUJ-2207. Er ist der weltweit ersten, der mit mehr als 10 Mio. Farben für den industriellen Einsatz verarbeitet. Laut Hersteller liefere der Drucker ein brillantes Farbbild mit feiner Detailzeichnung. Das wasserlösliche Stützmaterial ließe sich mühelos abwaschen, ohne dass das Bauteil Schaden nimmt. An Materialien steht das Mimaki-eigenen transparente Harz zur Verfügung, das allein verwendet oder für eine unterschiedlich starke Transparenz mit Farben gemischt werden kann. Der Bauraum wurde im Vergleich zum Vorgänger 3DUJ-553 auf 203 mm × 203 mm × l76 mm verkleinert. Ein geräuscharmer Betrieb und ein optionaler Deodorisierer zur Überdeckung unangenehmer Gerüche machen den Drucker auch für Büroumgebungen attraktiv.

Der neue kompakte UV-Inkjet-3D-Drucker 3DUJ-2207 kann mehr als 10 Mio. Farben mit höchster Präzision drucken kann, sagt Mimaki.
Der neue kompakte UV-Inkjet-3D-Drucker 3DUJ-2207 kann mehr als 10 Mio. Farben mit höchster Präzision drucken kann, sagt Mimaki.
(Bild: Mimaki)

Auf Basis der UV-härtenden Inkjet-Drucktechnik hat der 3DUJ-2207 laut Mimaki eine etwa doppelt so hohe Farbauflösung und -qualität wie Pulverbettverfahren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Erstellung von Prototypen und die präzise Wiedergabe feiner Farbnuancen, was für viele industrielle Designanwendungen, wie bei der Modellierung im Medizin- und Architekturbereich, wichtig ist.

Ab Januar 2021 soll der 3DUJ-2207 weltweit erhältlich sein.

Der 3D-Drucker Mimaki 3DGD-1800 kann Objekte mit einer Höhe bis 1,8 m in nur sieben Stunden herstellen.
Der 3D-Drucker Mimaki 3DGD-1800 kann Objekte mit einer Höhe bis 1,8 m in nur sieben Stunden herstellen.
(Bild: Mimaki)

3D-Großformatdrucker für das Thermoformen und die Werbetechnik

Eine weitere Maschine für die Additive Fertigung hat Mimaki Europe bereits im April 2020 in den Markt gebracht. Der 3DGD-1800 soll eine dreimal schnellere Produktion großer Objekte ermöglichen als herkömmliche 3D-Drucker, die mit Materialextrusion und Filament arbeiten. Die Kombination aus dem 2D-Know-how des Unternehmens mit der 3D-Drucktechnik macht ihn ideal für Werbetechnikhersteller, aber auch für Fertigungsbetriebe ist er interessant. Denn diese können mit seiner Hilfe Vorlaufzeiten verkürzen, etwa durch eine schnelle und effiziente Herstellung von Formteilen für das Thermoformen.

In sieben Stunden könne der 3D-Drucker bis zu 1,8 m hohe Objekte drucken, sagt der Hersteller. Für die Einsparung von Zeit und Kosten sorgen unter anderem zwei Extruder, die gleichzeitig zwei Strukturen fertigen. Außerdem sei die Maschine für die Fertigung von hohlen Objekten ohne Stützstrukturen geeignet. Im Gegensatz zu Verfahren, die auf einer Schichtlaminierung beruhenden, setzt der 3DGD-1800 auf das Gel Dispensing Printing, bei dem ein UV-härtendes Harzgel linear extrudiert und direkt im Anschluss mit LED-UV-Licht gehärtet wird. Das Verfahren ermöglicht eine Druckgeschwindigkeit bis 350 mm/h in der Z-Achse.

Diese Produktmeldung entstand in Zusammenarbeit mit unserem PartnerportalMM MaschinenMarkt.

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