Stereolithographie Neuer Verbundwerkstoff minimiert Reflexionen

Redakteur: Alina Hailer

Der neue SLA-Werkstoff von 3D-Systems wurde in Zusammenarbeit mit dem Alpine-Formel-1-Team entwickelt. Er soll eine effizientere Teilproduktion sowie höher aufgelöste PIV-Prüfdaten liefern.

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Teile, die mit Accura Composite PIV hergestellt werden, benötigen weniger Zeit für die Vorbereitungund liefern dadurch genauere Daten für die aerodynamische Analyse.
Teile, die mit Accura Composite PIV hergestellt werden, benötigen weniger Zeit für die Vorbereitungund liefern dadurch genauere Daten für die aerodynamische Analyse.
(Bild: 3D-Systems)

3D-Systems stellt den Verbundstoff „Accura-Composite-PIV“ vor – ein neuer Werkstoff, entwickelt speziell für PIV-Testanwendungen (Particle-Image-Velocimetry), die vor allem bei Windkanaltests im Motorsport eingesetzt werden.

Accura-Composite-PIV wurde in Zusammenarbeit mit dem Alpine-F1-Team entwickelt. Mit dem Werkstoff lassen sich starre Teile in einer kontrastreichen Farbe herstellen, die für PIV-Tests optimiert ist. Teile aus diesem Werkstoff benötigen laut Hersteller weniger Zeit für die Vorbereitung. Durch den Einsatz als Teil einer kompletten additiven Fertigungslösung von 3D-Systems – bestehend aus Accura-Composite-PIV, der Stereolithografie-Technologie (SLA), der Software und Anwendungsservices des Unternehmens – konnte das Formel-1-Team das Verständnis für die Luftströmung entlang der Karosserie verbessern.

Minimierte Reflexionen bei PIV-Messungen

Der 3D-Druck von Windkanalteilen für aerodynamische Tests läuft praktisch rund um die Uhr, da das Rennteam das Leistungsniveau seiner Fahrzeuge kontinuierlich verbessern möchte. Die SLA-Technologie von 3D-Systems ermöglicht es, starre, aerodynamische Teile mit hoher Produktivität herzustellen und beispielsweise integrierte Drucksensorpunkte einzusetzen. Diese Teile werden in Tests eingesetzt, die auf einer Laser-Technologie beruhen, die als „Particle-Image-Velocimetry“ oder PIV bekannt ist.

Bei der Durchführung zuverlässiger PIV-Messungen stellen die Reflexionen des Laserlichts von anderen Hintergrundoberflächen als den Schwebeteilchen eine große Herausforderung dar. Hierdurch kann sich die Bildqualität verschlechtern, was wiederum zu einem Verlust von nützlichen Informationen führt. Der neue Werkstoff vermindert laut dem Hersteller Reflexionen. Der Einsatz dieses Systems hilft den Aerodynamikspezialisten, einen besseren Einblick in die aerodynamischen Eigenschaften des Windkanalmodells zu gewinnen.

Neben der Farbe verfügt der Werkstoff über ein hohes Zug- und Biegemodul mit einer Wärmeformbeständigkeitstemperatur von 100 °C. Aufgrund dieser Eigenschaften ist er ideal, um den harten Anforderungen von Windkanaltests standzuhalten. Der Werkstoff ist für die Verwendung mit der 3D-Stereolithografie und der Software 3D-Sprint von 3D-Systems optimiert, die für die Produktion von großen, bis zu 1500 Millimeter langen Teilen in hoher Auflösung ausgelegt ist.

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