Hot-Lithography-Technologie Neues Photopolymer macht ABS Konkurrenz

Redakteur: Alina Hailer

Cubicure hat sein Portfolio um ein Photopolymer Evolution HI ergänzt, dass sich für das Prototyping und die Kleinserienfertigung mithilfe der Hot-Lithography-Technologie eignet. Optionen zur Massenfertigung mit Evolution HI sollen folgen.

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Ein Dauereinsatz des Photopolymers Evolution HI ist laut Angaben des Unternehmens bei Temperaturen bis zu 80 °C möglich.
Ein Dauereinsatz des Photopolymers Evolution HI ist laut Angaben des Unternehmens bei Temperaturen bis zu 80 °C möglich.
(Bild: Cubicure)

Das Unternehmen Cubicure hat ein neues Photopolymer in sein Portfolio mitaufgenommen, dessen Eigenschaften dem Kunststoff ABS ähneln sollen. Evolution HI wird mit dem Hot-Lithography-Verfahren gedruckt und soll sich besonders für die Herstellung von stark beanspruchten Teilen wie Schnappverbindungen, Fittings und Gehäusen eignen.

Widerstandsfähiger Kunststoff für die additive Fertigung

Die Hot-Lithography-Technologie von Cubicure ermöglicht das Verarbeiten von hochviskosen Harzen. So zum Beispiel auch das neue Photopolymer Evolution HI. Der neue Werkstoff ist laut Cubicure belastbar, duktil und wärmeformbeständig. Ein Dauereinsatz sei bei Temperaturen bis zu 80 °C möglich.

Die mechanischen Eigenschaften sollen laut Christian Frank, Leiter der Produktentwicklung bei Cubicure, ABS teilweise übertreffen. Das Material habe gute Zugeigenschaften, eine gute Zähigkeit und eine Bruchdehnung von bis zu 50 %. Das bedeutet, dass mit Evolution HI Endprodukte und Bauteile additiv gefertigt werden können, die wiederholten Belastungen standhalten müssen.

Evolution HI für Prototyping und Serienproduktion

Schnappverbindungen aus Photopolymeren waren bisher meist spröde oder veränderten sich bei Lichteinflüssen. Laut Cubicure kann die Herstellung von Schnappverbindungen besonders von der additiven Fertigung profitieren. Designprozesse beispielsweise können verkürzt werden und Fragen der Machbarkeit rücken in den Hintergrund. Mit Evolution HI können Prototypen für zum Beispiel Schnappverbindungen aus eben dem Material gefertigt werden, das später auch in Serienproduktion geht.

Zurzeit kann mit einer Caligma 200, die mit dem Hot-Lithography-Verfahren druckt, eine Baufläche von 200 cm² bedruckt werden. Evolution HI eignet sich somit sowohl für die Prototypisierung als auch für die Produktion von Kleinserien. Ende des Jahres möchte Cubicure laut eigenen Angaben eine Maschine für die additive Massenfertigung auf den Markt bringen.

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