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3D-Druck vs Corona Quarantänekabinen aus dem 3D-Drucker

Redakteur: Anna-Lena Dosch

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Ein Krankenhaus in Wuhan, dem Epizentrum des Virus, bekam 3D-gedruckte Quarantänekabinen zur Verfügung gestellt.

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Da die Raumkapazitäten eines chinesischen Krankenhauses erschöpft waren, wurden ihm 15 3D-gedruckte Quarantänekabinen zur Verfügung gestellt.
Da die Raumkapazitäten eines chinesischen Krankenhauses erschöpft waren, wurden ihm 15 3D-gedruckte Quarantänekabinen zur Verfügung gestellt.
(Bild: gemeinfrei // pixabay)

In China wurden für ein Krankenhaus (Xianning Central Hospital) 15 Quarantäneräume mithilfe von 3D-Druckern gefertigt. Das betroffene Krankenhaus liegt in der Nähe von Wuhan, dem Epizentrum des Virus, weswegen dort vor allem in der Anfangszeit, besonders viele Corona-Fälle gemeldet wurden. Durch die vielen infizierten Personen gab es schnell zu wenig Platz in den Krankenhäusern vor Ort. Der Mangel an Betten und verfügbarem Platz wurde gerade in den ersten Wochen zu einem großen Problem – vor allem für das Krankenhauspersonal.

Eine der 15 3D-gedruckten Kabinen, welche für einem chinesischen Krankenhaus gefertigt wurden.
Eine der 15 3D-gedruckten Kabinen, welche für einem chinesischen Krankenhaus gefertigt wurden.
(Bild: winsun3d)

Diesen Notstand erkannte ein in China ansässiges 3D-Druckunternehmen, welches sich diesem Problem annahm:

Aus festem städtischem Bauschutt, welcher zerkleinert und gemahlen wurde fertigte das Unternehmen kleine Quarantänekabinen, welche dem Krankenhaus helfen sollten. Durch sie können mehrere Patienten in Einzelzimmer gelegt werden und das Ansteckungsrisiko anderer Patienten wird so reduziert. Die Kabinen besitzen eine eigene Wasser- und Stromversorgung und sind sogar dekoriert. Laut der Firma Winsun , welche die Kabinen gedruckt hat, sind die gedruckten Wände der Quarantänekabinen sogar drei Mal stärker als herkömmliche Betonwände.

Auch Sie können helfen

Als Plattform für News rund um die additive Fertigung rufen wir auf, sich bei unserer Crowd-Innovation-Plattform zu beteiligen. Mit der Schwarmintelligenz der Masse wollen wir folgender Frage nachgehen:

Wie kann man mithilfe der additiven Fertigung Lösungen kreieren, die vorbeugend als auch akut die Verbreitung von Viren und deren Konsequenzen eindämmen?

Mögliche Ansatzpunkte könnten sein:

  • Welche “Virenschleudern” begegnen dir im Alltag? (zu Hause, im Büro, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, im Supermarkt, etc.)
  • Welche Schwierigkeiten beobachtest du im Rahmen der aktuellen Pandemie (möglicherweise außerhalb deines eigenen Alltags), die mithilfe von 3D-Druck/der additiven Fertigung umgangen/erleichtert werden könnten?
  • Welche Materialien bieten den Viren weniger/keine Zeit zum Überleben?
  • Wie könnte 3D-Druck Ärzte, Pflegepersonal und Angestellte im medizinischen Bereich unterstützen?

So kann sich jeder, der Ideen hat und sonst keine Möglichkeit hätte diese zu verwirklichen, mit einem Lösungsvorschlag einbringen, der dann von einem Unternehmen in der 3D-Branche umgesetzt werden kann.

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