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3D-Druck vs. Corona SKZ stellt Schutzausrüstung gegen die Virusausbreitung her

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Das SKZ aus Würzburg druckt nun Gesichtsschutzschilder und stellt sie Ärzten in Würzburg zur Verfügung.

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Die wissenschaftliche Mitarbeitern Anne Gruska, mit einer am Center for Additive Production des SKZ hergestellten Schutzausrüstung.
Die wissenschaftliche Mitarbeitern Anne Gruska, mit einer am Center for Additive Production des SKZ hergestellten Schutzausrüstung.
(Bild: SKZ )

Viele Unternehmen aus der 3D-Druckbranche beteiligen sich an der Produktion von medizinischen Hilfsmitteln, damit Engpässe reduziert und die Sicherheit des medizinischen Personals gewährleistet werden kann. Hier finden Sie eine Übersicht dazu.

Im Zuge der Corona-Pandemie entschied sich auch das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum (SKZ) in Würzburg dazu, den ortsansässigen Krankenhäusern zu helfen und startete die Fertigung von Gesichtsschutzschildern. Mission Additive bekam dazu von Anne Gruska, wissenschaftliche Mitarbeiterin am SKZ, ein exklusives Statement:

„Die Schilder, die wir den Ärzten bisher testweise zur Verfügung gestellt haben, entsprachen dem von Prusa veröffentlichten Design und wurden mittels Fused Layer Modeling (FLM) hergestellt.

Für größere Mengen passen wir die Konstruktion derzeit optimal für das Lasersintern (LS) an. Dabei handelt es sich um ein pulverbasiertes Verfahren, welches bei optimaler Bauraumauslegung gut geeignet für die Kleinserienproduktion ist. Um die Teile im LS gut ineinander verschachteln und dementsprechend möglichst viele in einem Prozess herstellen zu können, wurde am Center for Additive Production des SKZ (CAP) bereits eine angepasste Halterung entwickelt, die nach dem Druck durch Zusammenstecken von 4 Einzelteilen fertiggestellt werden kann."

77 Halterungen in 24 Stunden

"Durch diese konstruktive Anpassung lassen sich zum Beispiel in einer EOS Formiga P110 in 24 Stunden genug Teile für 77 Shield-Halterungen fertigen. Zum Vergleich: von dem Original würden durch fehlende Verschachtelungsmöglichkeiten nicht einmal 20 Stück auf das gleiche Volumen passen, was die Wichtigkeit der fertigungsgerechten Konstruktion unterstreicht.

Die ersten LS-Halterungen sollen in den nächsten Tagen versuchsweise an Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten, verteilt und bewertet werden, um zu sehen, ob das neue Modell dem Arbeitsalltag gerecht wird, und gegebenenfalls weitere Anpassungen vorzunehmen. Die jeweils aktuellen Konstruktionsdaten werden gerne an LS-Dienstleister herausgegeben, die sich ebenfalls durch Fertigung der Halterungen gegen Covid-19 engagieren möchten. Dafür einfach Kontakt per Mail (cap@skz.de) aufnehmen.“

Eine ständig aktualisierte Zusammenfassung weiterer Hilfsangebote finden Sie hier:

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