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3D-Druck vs. Corona SolidLine AG arbeitet mit Tübinger Kompetenzzentrum Additive Fertigung (KAF) zusammen

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Die SolidLine AG arbeitet mit dem Tübinger Kompetenzzentrum Additive Fertigung zusammen, um schnell medizinische Geräte und Schutzausrüstung für Krankenhaus- und Pflegepersonal beschaffen zu können.

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Bei der Zusammenarbeit der SolidLine AG und KAF entstanden unter anderem Gesichtsschutzvisiere, die in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden.
Bei der Zusammenarbeit der SolidLine AG und KAF entstanden unter anderem Gesichtsschutzvisiere, die in medizinischen Einrichtungen eingesetzt werden.
(Bild: gemeinfrei // unsplash)

Die SolidLine AG arbeitet mit dem Tübinger Kompetenzzentrum Additive Fertigung (KAF)zusammen, um Hilfe aus dem 3D-Drucker zu liefern. Der Anbieter von Software für die 3D-Konstruktion unterstützt das KAF mit Lösungen für die Erstellung von Prototypen und die additive Fertigung.

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weißt schon erste Erfolge auf: Neue Atemschutzmasken, Gesichtsschutzvisiere, Ventile und Verteiler für Beatmungsgeräte (siehe Bildergalerie).

Bildergalerie

Für die Entwicklung und Produktion dieser Erfolge wurde dem Kompetenzzentrum Additive Fertigung, welches zum Universitätsklinikum Tübingen (UTK) gehört, mitunter ein SLS-3D-Drucker zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieses Verfahrens kann medizinisches Nylon gedruckt bzw. verarbeitet werden, weiter ist es lt. Des Leiters für 3D-Druck bei SolidLine, Mike Gregor, dampfsterilisierbar und kann auch ohne Folgeschäden mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Produziert werden mit diesem Material beispielsweise Rahmen als Halterungen für Gesichtsschutzschilde bzw. Gesichtsvisiere. Darüber hinaus spendete SolidLine 1.000 komplette Visiere an die UTK.

Mit neuem "Splitter" können vier Patienten gleichzeitig beatmet werden

In einer anderen Zusammenarbeit zwischen den beiden Kooperationspartnern entstand das 3D-gedruckte Teil „Splitters“, welches eine willkommene Hilfe in Krankenhäusern darstellt. Mit dem 3D-gedruckten Hilfsmittel können bis zu vier Patienten gleichzeitig an einem Beatmungsgerät angeschlossen werden. Um eine zügige Produktion von Schutzausrüstung oder auch von Ventilen für Beatmungsgeräte zu fördern, stellt die SolidLine AG außerdem notwendige 3D-Druck-Dateien und -Anleitungen bereit. In einer Notfallsituation können so zügig Pläne für die Konstruktion der Ventile entworfen und die Teile getestet und 3D-gedruckt werden. Das Unternehmen druckt in seinem Innovationszentrum im westfälischen Hamm auch selbst die Gesichtsschutzschilde, Masken, Ventile und Splitter.

Ein Übersicht additiver Hilfsangebote zur Bewältigung der Corona-Pandemie finden sie hier.

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