Kunststoff-3D-Druck Stratasys stellt zwei 3D-Drucker zur Serienfertigung vor

Redakteur: Dorothee Quitter

Stratasys hat vor kurzem die Einführung der P3-(Programmable Photo Polymerization)-Technologie und der SAF-(Selective Absorption Fusion)-Technologie zur Serienproduktion von Kunststoffteilen bekanntgegeben. Jetzt folgte die Vorstellung der zugehörigen 3D-Drucker Origin One und H350.

Firmen zum Thema

Der 3D-Drucker Stratasys Origin One wurde für die Serienproduktion von Anwendungen wie dieses Kameragehäuse konzipiert.
Der 3D-Drucker Stratasys Origin One wurde für die Serienproduktion von Anwendungen wie dieses Kameragehäuse konzipiert.
(Bild: Stratasys)

Die auf Photopolymerisation beruhende P3-Technologie wurde durch die Übernahme der Firma Origin in das Portfolio von Stratasys integriert. Sie ähnelt dem Digital Light Processing (DLP) von 3D Systems und ist eine Form der Stereolithographie. Der nun vorgestellte Stratasys-Origin-One-3D-Drucker wurde für Endanwendungen konzipiert. Er soll nach Angaben von Stratasys Bauteile in großen Stückzahlen detailgenau, mit hoher Oberflächengüte wiederholbar in kürzester Zeit herstellen. So eignet sich der 3D-Drucker für Bauteile mit Abmessungen von bis zu 192 x 108 x 370 mm und kann Details mit einer Größe von weniger als 50 Mikrometern drucken.

Zu den bei der Einführung vollständig zertifizierten Materialien von Drittanbietern gehören zehn Industrieharze, darunter Materialien für hohe Temperaturen, zähe Materialien, Elastomere, Allzweckmaterialien sowie Materialien für medizinische Zwecke. Durch die Cloud-Anbindung erhalten Kunden zusätzliche Funktionsverbesserungen, heißt es. Der Origin One wird voraussichtlich ab Mai 2021 erhältlich sein.

Bildergalerie

Der H350 ist der erste 3D-Drucker der neuen H-Series-Production-Platform von Stratasys. Er beruht auf der SAF-Technologie, die der Multi-Jet-Fusion-Technologie von HP ähnelt, und soll ebenfalls Endbauteile produzieren. Laut Stratasys wurde er entwickelt, um Herstellern eine konsistente Produktion mit vorhersehbaren Stückkosten und vollständiger Fertigungskontrolle zu ermöglichen. Im H350 selbst sind etwa ein Dutzend Bauteile verbaut, die mit der SAF-Technologie hergestellt wurden.

Zu den Anwendungen gehören Endbauteile wie Steckverbinder, Scharniere, Kabelhalter, Elektronikgehäuse, Abdeckungen und Luftkanäle. Zum Drucken werden zertifizierte Materialien von Drittanbietern verwendet. Das Ausgangsmaterial ist Stratasys High Yield PA11, ein biobasierter Kunststoff, der aus nachhaltigem Rizinusöl hergestellt wird. Der H350 wird voraussichtlich im dritten Quartal 2021 erhältlich sein.

(ID:47375638)