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Marktnews Trumpf will in der Medizintechnik angreifen

| Redakteur: Julia Engelke

Der Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf möchte als Partner und Ausrüster Medizinprodukteherstellern bei der MDR-Umsetzung zur Seite stehen.

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Mit der Tru-Print 2000 können u.a. Implantate individuell oder in Serie additiv gefertigt werden.
Mit der Tru-Print 2000 können u.a. Implantate individuell oder in Serie additiv gefertigt werden.
(Bild: Trumpf)

Trumpf unterstützt Hersteller von Medizintechnik intensiv bei der Umsetzung der neuen Medizinprodukteverordnung. Die auch MDR genannte Vorgabe der Europäischen Union tritt ab Mai 2020 in Kraft. Danach unterliegen Produkte und Herstellungsverfahren im Gesundheitswesen strengeren Auflagen.

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Der Laser als Universalwerkzeug

Mit dem Laser stellt das Unternehmen nach eigener Aussage eines der flexibelsten Werkzeuge, das es im Produktionsumfeld gibt. Je nachdem wie er eingestellt ist, kann er schweißen, schneiden, markieren oder strukturieren. Mit der Kraft des Lasers lassen sich auch passgenaue Implantate für die Wirbelsäule oder den Schädel drucken, darüber hinaus auch Hüftgelenke, Zähne und Kronen. Additive Manufacturing eröffnet der Medizintechnik dadurch viele neue Möglichkeiten.

Komplettpaket für die Kennzeichnung von Medizinprodukten

Mit der neuen MDR-Verordnung rückt insbesondere der von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA eingeführte Unique-Device-Identification-Code (UDI) in den Fokus, ein weltweit einheitliches Kennzeichnungssystem. Demnach müssen alle Medizinprodukte einheitlich gekennzeichnet sein, damit sie sich über die gesamte Lieferkette lückenlos rückverfolgen lassen. Dieser Code muss auf jedem Medizintechnikprodukt maschinenlesbar, in Klarschrift und dauerhaft angebracht sein, damit sich das Produkt mit einem Stammdateneintrag in einer zentralen Datenbank abgleichen lässt.

Künstliche Intelligenz analysiert die Produktion

Seien es Endoskope, Augenpinzetten, Stents oder Herzschrittmacher – die Hersteller benötigen zuverlässige und reproduzierbare Produktionsprozesse, um Medizintechnik effizient und in hoher Qualität herzustellen. Das Unternehmen will mit Blick auf die neue Medizinprodukteverordnung passende Produktions-, Digitalisierungs- und Qualifizierungslösungen anbieten. Auch die nächste Stufe der intelligenten Sensorik sei mit künstlicher Intelligenz bereits eingeleitet. Mit ihrer Hilfe ließen sich Sensordaten in Zukunft so weitgehend analysieren, dass Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse nochmals enorm verbessert werden könnten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserer Partnerplattform DeviceMed veröffentlicht.

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