World Economic Forum TÜV Süd bringt sein Know-how beim Weltwirtschaftsforum ein

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

TÜV Süd wird Plattform-Partner des Weltwirtschaftsforums im Bereich „Advanced Manufacturing and Production“. Dabei stehen die vier Initiativen CO2-Reduction in Production, Additive Manufacturing, Smart Industry Readiness Index und Smart Safety in Connected Manufacturing im Fokus.

Firmen zum Thema

(Bild: TÜV Süd)

Die Fertigungsindustrie soll bis 2030 ihren CO2-Fußabdruck halbieren. Dafür werden Laut TÜV Süd Best-Practice-Lösungen geteilt und Pilotprojekte zu neuen Reduktionsansätzen ins Leben gerufen. Für eine verlässliche Datenbasis seien zudem standardisierte Kennzahlen nötig. Die Erfahrungen mit internationalen Standards zur CO2-Bilanz helfen, die Berichterstattung zu systematisieren und zu verifizieren, heißt es.

Die Additive Fertigung hat in der Pandemie ihre Leistungsfähigkeit bewiesen: 3D-Drucktechnologien halfen, Versorgungslücken zu schließen, die aufgrund geschlossener Grenzen oder einem erhöhten Bedarf an einzelnen Produkten drohten. Nach Angaben von TÜV Süd muss vor diesem Hintergrund die Industrialisierung der additiven Fertigung weiter beschleunigt werden. Derzeit entwickle man mit zehn führenden Herstellern ein Positionspapier, um politische Entscheidungsträger und die Wirtschaft für nötige Veränderungen zu sensibilisieren.

Industrie 4.0 ist ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Transformation. TÜV Süd unterstützt aktiv die Initiative zur Verbreitung des Smart Industry Readiness Index (SIRI) als international anerkanntes Rahmenwerk für die digitale Transformation der Industrie 4.0. Bis Ende des Jahres wollen sich McKinsey, Siemens und TÜV Süd insgesamt 1.000 SIRI-Assessments vornehmen. Die Bestimmung des Reifegrads helfe Unternehmen, den Wandel ihrer Produktion zu skalieren und Wissen zu den Schlüsselprinzipien von Industrie 4.0 aufzubauen.

Smart Safety ist der Kern intelligenter Fabriken, die sich selbst organisieren, um individuelle Produkte ab Losgröße eins herzustellen. Das Einbinden neuer Module erfordert bisher, den gesamten Verbund sicherheitstechnisch neu zu bewerten, heißt es. Dieser Prozess müsse laut TÜV Süd automatisiert werden, damit Stillstandzeiten bei unverändert hohem Sicherheitsniveau reduziert werden können. Die Kommunikation zwischen Modulen erfordere dafür eine standardisierte, herstellerunabhängige Semantik.

Durch ihre weltweite Präsenz und ihre unabhängige Arbeit verfügen die Experten des TÜV Süd sowohl über unternehmens- und branchenübergreifendes Wissen als auch über die Kenntnis länderspezifischer Normen und Gesetze.

(ID:47364524)