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Oldtimer Wie ein britisches Unternehmen bei der Restaurierung eines Oldtimers auf additive Fertigung setzt

| Redakteur: Sebastian Schötta

In der Automobilindustrie ist die additive Fertigung mittlerweile kein Geheimnis mehr. Das neueste Beispiel hat dabei nichts mit einem futuristischem Modell zu tun, sondern mit einem alten.

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Eagle verwendet HP Jet Fusion 3D-Drucker für Jaguar-Autoteile in Premium-Qualität
Eagle verwendet HP Jet Fusion 3D-Drucker für Jaguar-Autoteile in Premium-Qualität
(source: hp / CC0 )

Der Jaguar E-Type wird seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt aber wird dennoch von einem britischen Unternehmen durch den Einsatz von Additive Manufacturing restauriert.

Eagle ist ein britisches Unternehmen, das seit 1984 den luxuriösen Jaguar E-Type restauriert, der von 1961 bis 1975 hergestellt wurde. Eagle restaurierte den Typ E nach modernen Qualitätsstandards. Die Wiederherstellung eines E-Autos dauert normalerweise etwa 4.000 Stunden.Das Unternehmen setzt seit 4 Jahren 3D-Drucktechnologie ein. Zu diesem Zweck arbeitete es mit Graphite Additive Manufacturing Ltd., einem in Großbritannien ansässigen 3D-Druckdienstleister, zusammen.

Warum setzt Eagle auf den 3D-Druck?

Graphite Additive Manufacturing verwendet die 3D-Drucktechnologie von HP, um Einzelanfertigungen von Einzel- oder Kleinserien-Teile wie Klimaanlagen und Heizungskanäle für das alte Jaguar E-Modell herzustellen. Eigentlich kann Eagle maximal fünf solcher Autos pro Jahr produzieren, so dass normalerweise keine große Anzahl solcher Teilen erforderlich ist. Die Massenproduktion eines solchen Teils wäre daher unwirtschaftlich. Diese geringen Produktionsanforderungen machen die additive Fertigung zu einer idealen Lösung. Fakten haben gezeigt, dass Additive Manufacturing die wirtschaftlichste und praktikabelste Produktionsmethode für Eagle ist.

Paul Brace, Direktor bei Eagle, erklärte: „Seit wir angefangen haben, die 3D-Drucktechnologie von HP für die Produktion einiger Einzelteile einzusetzen, sind wir beeindruckt von der Verbesserung des Aussehens und der Haltbarkeit dieser Teile. Die 3D-Plattform von HP liefert durchgehend das gewünschte Finish, was für unseren Prozess äußerst wichtig ist. Die Heizungskanäle müssen optisch ansprechend genug sein, um auf dem Armaturenbrett zu sitzen, und diese Teile entsprechen der außergewöhnlichen Qualität unserer Oldtimer. Zu den weiteren Vorteilen, die wir gesehen haben, gehören der größere Spielraum für Formen, die wir jetzt mit 3D-Druck erstellen können, und die Gewichtsreduzierung der angebotenen Materialien. Dies ist ein Mehrwert für Kunden, die darauf bedacht sind, die Teile so leicht wie möglich zu halten“.

George Brasher, Managing Director für Großbritannien und Irland bei HP, fügte hinzu: „Es ist aufregend, Eagles Engagement für Innovation zu sehen, wenn sie die Vorteile der effizienten, flexiblen Konstruktion und Anpassung, die durch die 3D-Lösungen von HP für ihre marktführenden maßgeschneiderten Fahrzeuge ermöglicht werden, nutzen.

Und Eagle ist bei weitem nicht das erste oder einzige Unternehmen das auf Additive Fertigung setzt. Porsche hat bereits 3D-Druck für die Motorkolben des berühmten 911 GT2 RS verwendet, Lamborghinis Sian Roadster ist mit 3D-gedruckten Luftauslässen ausgestattet, und rief BMW sogar ein ganzes Kompetenzzentrum für additive Fertigung ins Leben. Dies sind nur einige Beispiele für die jüngste Verwendung der 3D-Drucktechnologie zur Herstellung von Autoteilen. Daher ist davon auszugehen, dass der Einsatz der additiven Fertigung in der Automobilindustrie nicht nur bestehen bleibt, sondern auch weiterhin rasant zunehmen wird.

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