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Luftfahrt Boeing qualifiziert Polymer auf PEKK-Basis für Flugzeugteile

Redakteur: Stefan Guggenberger

Der Flugzeughersteller Boeing hat ein Thermoplast mit hoher Temperaturbeständigkeit für die additive Herstellung von Flugzeugteilen qualifiziert.

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Boeing hat den Thermoplast Antero 800NA für sein Repertoire an 3D-Druckmöglichkeiten qualifiziert.
Boeing hat den Thermoplast Antero 800NA für sein Repertoire an 3D-Druckmöglichkeiten qualifiziert.
(Bild: Stratasys)

Das Antero 800NA genannte Polymer auf PEKK-Basis kann nun für die Herstellung von Flugzeugteilen genutzt werden. Damit ist es das erste 3D-Druckmaterial von Stratasys, das von Boeing für den Einsatz in Anwendungen mit erhöhter chemischer Beständigkeit oder Anforderung an die Ermüdung qualifiziert wurde. Mit 3D-gedruckten Bauteilen können Flugzeuge leichter und Lieferketten vereinfacht werden. Für welche Teile Boeing das neue Material einsetzen möchte, wurde noch nicht kommuniziert. Die Materialfamilie Antero umfasst 800NA sowie 840CN03, eine elektrostatisch dissipative (ESD) Variante.

Großes Potenzial für 3D-Druck

In der Luft- und Raumfahrt zählt jedes Gramm. Daher versuchen Konstrukteure fortwährend einzelne Bauteile und ganze Baureihen zu optimieren. Entsprechend ist das Interesse von Flugzeugherstellern an 3D-gedruckten Bauteilen hoch. Kürzlich gab der Hersteller Boom Supersonic beispielsweise bekannt bei seinem neuen Überschalljet auf 3D-gedruckte Titanbauteile zu setzen. Dabei sollen die 3D-gedruckten Teile hauptsächlich bei den Triebwerken eingesetzt werden.

In der Luftfahrt wurde 3D-Kunststoffdruck bisher vor allem für Prototypen und Werkzeuge verwendet. Nur wenige Endbauteile wurde tatsächlich aus Kunststoff 3D-gedruckt. Zum Beispiel stellt das britische Unternehmen Bae Systems Bodenmatten für das Typhoon Kampfflugzeug auf Anlagen von Stratasys her. Greg Flanagan, AM Operations Lead bei Bae Systems, erhofft sich vom Einsatz des 3D-Drucks eine Senkung der Kosten und eine Verkürzung der Markteinführungszeiten. So sieht das auch Scott Sevcik, Aerospace Vice President bei Stratasys: „Additive Fertigung hat erhebliche Vorteile für die Vereinfachung der Lieferketten in der Luft- und Raumfahrt, aber zur Erfüllung der anspruchsvollen Anforderungen im Flugzeugbau wurden robuste Materialien benötigt.”

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