Unterstützung in der Krise Diese Förderprogramme gibt es aktuell für den 3D-Druck

Redakteur: Stefan Guggenberger

Das Bundesministerium für Wirtschaft hat das Förderprogramm ‚Digital Jetzt‘ an den Start gebracht, mit dem KMUs unterstützt werden. Davon und von anderen Programmen können auch Unternehmen profitieren, die in den 3D-Druck investieren.

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3D-Druckk ist eine Zukunftstechnologie - damit Unternehmen auch in der Krise Investitionen in AM tätigen, gibt es aktuell einige staatliche Förderprogramme.
3D-Druckk ist eine Zukunftstechnologie - damit Unternehmen auch in der Krise Investitionen in AM tätigen, gibt es aktuell einige staatliche Förderprogramme.
(Bild: gemeinfrei // pexels)

Die anhaltende Corona-Krise sorgt auch für erhebliche ökonomische Einschränkungen. So hat sie den Rückgang der Investitionen in vielen Industriezweigen weiter beschleunigt. Besonders schwer ist das verarbeitende Gewerbe betroffen. Allein im dritten Quartal 2020 nahmen die Bruttoanlageninvestition um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gibt es in Deutschland und Österreich mehrere staatliche Förderprogramme. Diese sind vor allem für Unternehmen bestimmt, die in digitale Technologien wie den industriellen 3D-Druck investieren. Besonders interessant ist dabei das ‚Digital.jetzt‘-Programm des Wirtschaftsministeriums, das bis zu 100.000 Euro Förderung bereitstellt. Was sie dabei beachten müssen, haben wir zusammengefasst.

‚Digital.jetzt‘ übernimmt bis zu 65 Prozent der Kosten eines 3D-Druckers

Bevor die Förderung bewilligt wird, muss das Vorhaben genau beschrieben werden.
Bevor die Förderung bewilligt wird, muss das Vorhaben genau beschrieben werden.
(Bild: BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND ENERGIE)

Neben KI, Cloud-Anwendungen oder Sensorik wird der 3D-Druck explizit als förderbare Investition des Programms genannt. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie bei der Anschaffung von additiven Fertigungsanlagen bis zu 65 Prozent ihrer Investitionskosten und maximal 50.000 Euro erhalten. Handelt es sich um Investitionen in eine Wertschöpfungskette, können bis zu 100.000 Euro Fördergelder ausbezahlt werden. Die Summe ist dabei von der Mitarbeiterzahl, vom Zeitpunkt des Antrags und vom Standort des Unternehmens abhängig. Alle Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft.

Die wichtigsten Fakten zu ‚Digital.jetzt‘:

  • Wer wird gefördert: kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) aller Branchen
  • Betriebsgröße: 3 bis 499 Mitarbeiter
  • Förderantrag: genaue Schilderung des Digitalisierungsvorhabens
  • Unternehmenssitz: eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland muss bestehen
  • Umsetzung: Nach Bewilligung in der Regel innerhalb von zwölf Monaten
  • Nachweis: Verwendung der Fördermittel muss dokumentiert werden

Weitere Förderprogramme in Deutschland und Österreich

Digitalisierungsprämie Plus – Baden-Württemberg: Gefördert werden Investitionen mit einem Volumen zwischen 10.000 und 120.000 Euro, wobei die Förderquote zwischen 20 und 50 Prozent beträgt. Zusätzlich können geförderte Kredite in Anspruch genommen werden. In Frage kommen deutsche Unternehmen mit maximal 500 Mitarbeitern. Dabei werden Investitionen in Hardware, Software oder Weiterbildungen unterstützt. Mehr Infos zum Programm.

AWS – Österreich: Die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (AWS) bietet eine Prämie von 14 Prozent an. Die gilt für die Bereiche Digitalisierung, Ökologisierung und Gesundheit. Wobei die Untergrenze der Vorhaben bei einem Gesamtvolumen von 5.000 Euro und die Obergrenze bei 50 Millionen Euro liegt. Voraussetzung ist, dass der Unternehmenssitz oder eine Betriebsstätte in Österreich ist. Mehr Infos zum Programm.

Digi4Wirtschaft – Niederösterreich: Das Programm bietet eine zusätzliche Unterstützung für digitale Investitionsvorhaben an. Die Förderquote liegt bei 50 Prozent und maximal 70.000 Euro. Insbesondere wir die Digitalisierung von Unternehmensprozesse, der Produktion oder von Services und Dienstleistungen genannt. Die Einführung des 3D-Drucks wird dabei explizit erwähnt. Hinsichtlich der Betriebsgröße gibt es keine Eingrenzungen. Mehr Infos zum Programm.

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