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Marktnews Headmade Materials aus Würzburg sichert sich weitere 1,9 Mio. Euro Finanzierung

| Redakteur: Stefan Guggenberger

Headmade Materials, der Entwickler des 3D-Druckverfahrens Cold Metal Fusion hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 1,9 Mio. Euro abgeschlossen. Alleiniger Investor ist der Industrial Technologies Fund von btov Partners.

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Headmade Materials wurde 2019 von Christian Fischer und Christian Staudigel in Würzburg gegründet.
Headmade Materials wurde 2019 von Christian Fischer und Christian Staudigel in Würzburg gegründet.
(Bild: STEFFEN@STLART.DE)

Die sinterbasierte Cold-Metal-Fusion-Technologie (Metals SLS) zielt insbesondere auf die Serienproduktion von Metallbauteilen ab und nutzt hierfür günstige und im Markt verfügbare 3D-Drucker. Der Druckvorgang wird mit Standard-Lasersinteranlagen für Kunststoffe (SLS) durchgeführt, die von etablierten Herstellern sind. Ziel ist es, das Verfahren für die wirtschaftliche Serienproduktion von 3D-gedruckten Metallteilen einzusetzen. Entsprechend sollen die finanziellen Mittel für die Skalierung der Technologie sowie die Markt- und Kundenentwicklung verwendet werden. Die aktuelle Finanzierungsrunde wurde über das BayStartUP Investoren-Netzwerk vorbereitet. Die Würzburger möchten ihren Kunden mit Metal SLS einen kapitaleffizienten Einstieg in die additive Fertigung bieten. Gleichzeitig soll das Verfahren aber auch für die Serienfertigung skalierbar sein.

Wir arbeiten seit fünf Jahren an der Technologie und die Partnerschaft mit btov bietet uns nun die Möglichkeit, den Unternehmensaufbau schneller voranzutreiben und unsere Vision der 3D-Serienfertigung zu verwirklichen.

Christian Staudigel, Geschäftsführer von Headmade Materials.

Bis zu 100.000 Bauteile pro Jahr mit Metal SLS

Der 3D-Druck von Metallbauteilen ist ein Wachstumsmarkt, der jedoch immer noch durch hohe Bauteilkosten und einen geringen Bauteiloutput begrenzt wird. Headmade Materials strebt dabei den 3D-Druck von Serien mit bis zu 100.000 Bauteilen pro Jahr an und erreicht damit ein neues Marktsegment. Metal SLS verspricht die Verbindung von Flexibilität und Skalierbarkeit bei gleichzeitig geringen Investitionskosten an.

Herzstück des Verfahrens ist der Headmade-Feedstock, eine Kombination aus Metallpulver und einem speziellen Kunststoffbinder. Der Feedstock kann auf nahezu jedem laserbasierten 3D-Drucker verarbeitet werden und bietet Anwendern damit viel Freiheit bei der Zusammenstellung der Prozesskette, je nach Anwendungsgebiet. Der Entbinderungs- und Sinterprozess ist mit bestehenden pulvermetallurgischen Prozessen (z.B. dem MIM Verfahren) kompatibel und vereinfacht Anwendern die Prozessintegration. Dazu adaptiert Headmade Materials auf Kundenwunsch auch individuelle Materialien, z.B. Hart- oder Refraktärmetalle.

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