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3D-Druck vs. Corona Maskenpflicht – Hachtel produziert wiederverwendbare Teilgesichtsmaske

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Das Unternehmen Hachtel produziert wiederverwendbare Teilgesichtsmasken für die Corona-Pandemie. Die Masken sind passend zur Einführung der bundesweiten Maskenpflicht verfügbar.

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Eine Mitarbeiterin der Firma Hachtel trägt eine unternehmenseigene wiederverwendbare Gesichtsmaske.
Eine Mitarbeiterin der Firma Hachtel trägt eine unternehmenseigene wiederverwendbare Gesichtsmaske.
(Bild: F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG)

Das Aalener Unternehmen entwickelte in kurzer Zeit eine Teilgesichtsmaske, die derzeit zur Serienreife gebracht wird – das Zertifizierungsverfahren ist bereits angestoßen. Die Teilgesichtsmaske von Hachtel ist kein Einmal-Produkt, sondern kann, laut Geschäftsführer Stefan Hachtel, dauerhaft verwendet werden. Der Nutzer müsse nur den Filtereinsatz mit einem Vlies oder Filtermaterial regelmäßig wechseln. Bei dem verwendeten Material handelt es sich um thermoplastisches Elastomer, welches für die Herstellung von Produkten, welche im medizinischen Bereich genutzt werden, zugelassen und bei 134 Grad sterilisierbar ist.

Die Maske wurde von Mitarbeitern des Unternehmens konstruiert, entwickelt und produziert. Die Muster wurden auf industriellen 3D-Druckern per „Hot Lithography“-Technologie erstellt, bei der hochviskose Photopolymere mit Thermoplast-ähnlichen Materialeigenschaften bei Temperaturen von bis zu 120°C dreidimensional per Laser strukturiert werden.

Gute Passform und Nachhaltigkeit bei der Produktion

Die wiederverwendbare Teilgesichtsmaske von Hachtel. Nicht nur Privatpersonen sondern auch viele medizinische Einrichtungen fragen bei dem Unternehmen an und wollen diese Masken bestellen.
Die wiederverwendbare Teilgesichtsmaske von Hachtel. Nicht nur Privatpersonen sondern auch viele medizinische Einrichtungen fragen bei dem Unternehmen an und wollen diese Masken bestellen.
(Bild: F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG)

„Dank des weichen, elastischen Materials bietet das Produkt einen hohen Tragekomfort und passt sich an unterschiedliche Gesichtsformen an“, erklärt Steffen Hachtel. Zugleich sorgt die Konsistenz für optimalen Schutz: Beim Einatmen wird die Maske fest ans Gesicht gesaugt und praktisch alle Luft durch den Filter geleitet; beim Ausatmen hebt sie sich leicht vom Gesicht ab – die Atemluft entweicht seitlich, ohne andere Personen zu gefährden. Auch bestmögliches Sprachverstehen wird durch die ausgearbeitete Geometrie und durch den Sitz der Maske gewährleistet. Die Wiederverwendbarkeit des Maskenkörpers spart zudem Rohstoffe und vermeidet Abfall. „Das zeigt, dass sich Krisenbekämpfung und Nachhaltigkeit nicht ausschließen müssen“, sagt der Geschäftsführer.

Daten und Fakten zur Hachtel-Teilmaske:

  • Sterilisierbar (Autoklav 134 °C, β-/γ-Strahlung 2 × 35 kGy, ET0)
  • Spülmaschinen geeignet
  • US-DMF- gelistet
  • Frei von tierischen Inhaltsstoffen
  • Zulassungen: ISO 10993-4/5/10/11, VDI 2017, USP <88>
  • Gewicht: ca. 92 g

Nicht nur das Unternehmen Hachtel hat die Produktion auf die derzeitige Situation umgestellt. Auch viele andere Firmen, welche in der additiven Fertigung tätig sind, produzieren Hilfsmittel für medizinischen Einrichtungen usw. Weiter gibt es auch viele Open Source Projekte, bei denen Druckdateien, für Personen mit Zugang zu einem 3D-Drucker, kostenlos zugänglich gemacht werden. Mehr dazu finden Sie hier.

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