Medizintechnik Neue 3D-Drucklösungen mit mehr als zehn medizinisch geeigneten Kunststoffen

Redakteur: Alexander Stark

Kumovis präsentiert sein weiterentwickeltes offenes Filament-System und ein erweitertes Portfolio an Kunststoffen für die Medizintechnik.

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Die Fertigungsanlage Kumovis R1 ist für den Einsatz in bestehenden Reinraumumgebungen geeignet.
Die Fertigungsanlage Kumovis R1 ist für den Einsatz in bestehenden Reinraumumgebungen geeignet.
(Bild: Erik Mosoni Photography/Kumovis)
  • Neue Hochleistungspolymere für medizinische Anwendungen
  • Branchenspezifischer 3D-Drucker Kumovis R1
  • Kosten- und zeitsparende Herstellung von individuellen Medizinprodukten

Kumovis, Entwickler des ersten 3D-Druckers speziell für die Medizintechnik, präsentiert in den digitalen Ausgaben der Leitmessen Compamed und Formnext neue Hochleistungspolymere, die mit dem offenen Filament-System des Start-ups Anwendung finden. Darüber hinaus erfahren die Besucherinnen und Besucher alles über Kumovis R1 und die medizinischen Applikationen, für die der branchenspezifische 3D-Drucker schon heute geeignet ist. In Diskussionen und Vorträgen sowie am virtuellen Messestand wird der Austausch möglich sein.

Seit Gründung im Jahr 2017 beschäftigt sich Kumovis insbesondere mit dem 3D-Druck im Gesundheitswesen. Um Medizintechnik-Unternehmen und Kliniken zu ermöglichen, Produkte ressourceneffizienter zu fertigen und die Patientenversorgung zu verbessern, hat das Unternehmen sein Angebot an medizinisch geeigneten Kunststoffen erweitert. Implantierbare Beispiele sind PEEK, PEKK und PPSU. Deren Biokompatibilität und Beständigkeit gegenüber Sterilisationsmethoden sowie die chemischen und mechanischen Eigenschaften der Hochleistungspolymere sind essentiell für den Einsatz in der Medizintechnik.

Form [your] next Mission: 3D-Druck für die Medtech-Branche

In Zusammenarbeit mit Formnext und ACAM haben wir im Seminar-Kit "Form [your] next Mission" alles zusammengestellt, was Vordenker der additiven Fertigung in der Medtech-Branche wissen müssen, um 3D-Druck-Projekte erfolgreich umzusetzen – branchenspezifisch, zeiteffizient und individuell. Gemäß dem Motto "Pick what you need" können Sie im Seminar-Kit zwischen verschiedenen Formaten und Themen wählen.

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Polymer-3D-Druck für die Medizin

Besonders bei der Herstellung patientenindividueller Medizinprodukte sowie von Kleinserien kann mit den Technologien des Anbieters kosteneffizienter und zeitsparender gearbeitet werden als in konventionellen Verfahren, zum Beispiel dem Fräsen oder Spritzgießen. Neben dem bekannten Werkstoff PEEK bietet Kumovis eine Vielzahl an resorbierbaren und weiteren Kunststoffen für das Schmelzschichten in der Medizin. Dazu gehören das mit Kohlefaser verstärkte PEEK (PEEK CF) und ein PPSU-Werkstoff, der mit Bariumsulfat versetzt ist (PPSU + BaSO4), was die Röntgensichtbarkeit verbessert. PEI sowie die resorbierbaren Polymere PLLA, PLGA, PCL und PDO gehören ebenso zum erweiterten Portfolio, das mit dem 3D-Drucker Kumovis R1 verarbeitbar ist. Die Fertigungsanlage ermöglicht es, verschiedene Werkstoffe reproduzierbar zu verarbeiten und dabei mechanische Kennwerte zu erzielen, die sich mit dem Spritzguss vergleichen lassen.

Dahinter steckt unter anderem ein laminarer Luftstrom innerhalb des Bauraums, der eine homogene Bauraumtemperatur von bis zu 250 °C ermöglicht. Das lokale Kühlsystem ist zum Patent angemeldet und hilft beim gezielten Abkühlen der Schmelze. Dies ist für jeden Strang und jede Schicht individuell anpassbar. So lassen sich Hochleistungskunststoffe mit Blick auf mechanische Eigenschaften, Ästhetik, Reproduzierbarkeit und Nutzen auf gehobenem Industrieniveau im 3D-Druck verarbeiten.

Mit einem eingebauten Filter lässt sich im Bauraum eine Reinraumumgebung erzeugen, die anhand der gemessenen Partikelzahl der ISO-Klasse 7 entspricht. Kumovis R1 ist zudem für den Einsatz in bestehenden Reinraumumgebungen geeignet. Durch die Materialien, die im 3D-Drucker verbaut sind, verringert die Anlage das Risiko einer Filament- oder Bauteil-Kontamination. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Softwarelösungen für die Dokumentation, um seinen Kundinnen und Kunden zu helfen, die Einhaltung von Parameterbandbreiten aus der Prozessvalidierung nachzuweisen.

Erste Anwendungstests erfolgreich absolviert

Mit seinem interdisziplinären Expertenwissen in Maschinenbau, Medizin- und Kunststofftechnik sowie seinen Erfahrungen hinsichtlich Förderprogrammen unterstützt Kumovis sowohl bei der Produktentwicklung als auch der Anlagenqualifizierung (IQ, OQ, PQ) und Prozessvalidierung. Mit dem Kumovis R1 umgesetzte Anwendungen haben bereits die ersten ASTM-Tests durchlaufen und bestanden. Ein Beispiel dafür sind erfolgreich absolvierte Worst-Case-Belastungstests für Wirbelsäulen-Cages gemäß ASTM F2077. Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Technologie ist die additive Fertigung individualisierter Implantate für die Mund-Kiefer-Gesichts- und Neurochirurgie.

Das Unternehmen veröffentlicht zudem Erklärvideos namens „Kumovis Insights“, um tiefere Einblicke zu bieten, auch hinsichtlich der Vorzüge spezieller Materialien.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf unserem Partnerportal Devicemed veröffentlicht.

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