Forschungsprojekt Neuer Werkstoff für das Mold-Jet-Verfahren

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Das Fraunhofer IFAM erforscht zusammen mit Industriepartnern eine neue Nickellegierungs-Paste für das Mold-Jet-Verfahren.

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Mit der Mold-Jet-Anlage Dominant der Firma Tritone Technologies Ltd. entwickelt das Fraunhofer IFAM neue Pastensysteme für dieses sinterbasierte additive Fertigungsverfahren.
Mit der Mold-Jet-Anlage Dominant der Firma Tritone Technologies Ltd. entwickelt das Fraunhofer IFAM neue Pastensysteme für dieses sinterbasierte additive Fertigungsverfahren.
(Bild: Fraunhofer IFAM)

Im Projekt “Innovative sinterable nickel-based superalloy paste for the additive manufacturing of functional metallic components with the new Mold Jet process”, kurz “Superman” arbeitet das Fraunhofer IFAM in Dresden zusammen mit der israelischen Firma Tritone Technologies Ltd. und der MIMplus Technologies GmbH & Ko. KG aus Baden-Württemberg an der Entwicklung einer neuen Paste für das Mold-Jet-Verfahren. Die Projektpartner konzentrieren sich dabei auf eine hochwarmfeste Nickelbasislegierung. Sie soll neue Designansätze möglich machen.

Fflexible Herstellung kundenspezifischer Teile

Mold-Jet zeichnet sich laut Fraunhofer IFAM durch seine Flexibilität in Bauteilgröße und -design aus. Mit der neuen Nickelbasislegierung sollen kostengünstig hergestellte Bauteile in beliebiger Menge möglich werden.

Die Ergebnisse des Projekts seien für eine Vielzahl von Industriezweigen relevant, insbesondere für die Luft- und Raumfahrt, die Energietechnik, die Elektrotechnik, die Medi-zintechnik, die Automobilindustrie sowie für andere Industriezweige wie die chemische Industrie oder die Öl- und Gasförderung, heißt es.

Wie das Mold-Jet-Verfahren funktioniert

Nach Angaben des Fraunhofer IFAM ist das Mold-Jet-Verfahren von Tritone eine Synergie aus zwei Fertigungsverfahren, die im Wechsel zur lagenweisen Bauteilfertigung arbeiten. Dabei wird in einer Lage zunächst die negative Form der Bauteilgeometrie aus einem wachsartigen Polymer gedruckt. Diese wird dann im zweiten Schritt mit Metallpulverpaste befüllt. Durch den lagenweisen Aufbau sei die Fertigung von komplexen Bauteilen mit Hinterschneidungen oder auch innenliegenden Kanälen ohne Verwendung von Stützstrukturen möglich. Für das Mold-Jet-Verfahren können sämtliche sinterbare Metallpulver wie z. B. Edelstahl, Werkzeugstahl, Hochtemperaturlegierungen, Nickelbasislegierungen, Titan, Kupferbasis-Materialien zum Einsatz kommen.

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