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3D-Druck vs. Corona Open Source Beatmungsgerät aus dem 3D-Drucker

| Redakteur: Anna-Lena Dosch

Immer mehr Menschen, die in der 3D-Branche tätig sind, entwickeln Tools, welche gegen die Ausbreitung des Coronavirus von Nutzen sind. Unter dem Namen „OpenLung“ soll ein OpenSource Beatmungsgerät entstehen, dessen Einzelteile mithilfe des 3D-Drucks hergestellt werden können.

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Mit dem OpenSource-Projekt „OpenLung“ soll ein Beatmungsgerät entstehen, dessen Einzelteile mithilfe des 3D-Drucker gedruckt werden können. Jeder Interessierte kann mitmachen.
Mit dem OpenSource-Projekt „OpenLung“ soll ein Beatmungsgerät entstehen, dessen Einzelteile mithilfe des 3D-Drucker gedruckt werden können. Jeder Interessierte kann mitmachen.
(Bild: gemeinfrei // pixabay)

Mission Additive verweist immer wieder auf Erfindungen aus dem 3D-Druck, welche bei der Corona-Epidemie helfen sollen. Viele Unternehmen stellen ihre Kapazitäten zur Verfügung um 3D-Mundschutzmasken,3D-Quarantänekabinen und 3D-Ventile für Beatmungsgeräte und vieles mehr zu fertigen.

Nun wurde ein durchaus interessanter Vorschlag von Samuel Hammod, Mitarbeiter des amerikanischen Think Tank Niskanen Centers gemacht. Er sieht die Möglichkeit, Beatmungsgeräte kostengünstig und schnell herzustellen. Ihm ist durchaus bewusst, dass moderne Beatmungsgeräte technisch hochkomplex sind, jedoch wurden in den 70er Jahren einfache Designs für diese Art von Geräten entwickelt, auf deren Fachartikel er auch verweist.

„OpenLung“

Spezialisten, die auf Hammods Idee aufmerksam wurden, entwickelten ein Open Source Beatmungsgerät unter dem Projektnamen „OpenLung“.Einige Teile dieses Beatmungsgerätes können mithilfe eines 3D-Druckers gedruckt werden. Baupläne, Anleitungen und 3D-Modell-Dateien dieses Projektes können kostenlos und unter freier Linzenz bei GitLab eingesehen werden. Noch dazu haben Interessierte die Chance bei dem Projekt teilzunehmen.

Ein Gerät kostet derzeit schätzungsweise 100$

Das Gerät ist nach dem derzeitigen Stand noch nicht komplett fertig entwickelt. Auch wenn dies der Fall wäre, fehlen noch wichtige Zulassungen der Behörden bevor es einsatzbereit wäre. Jedoch steigt die Zahl der Corona-Infizierten weltweit drastisch an, so dass bei einem Mangel von essenziellen medizinischen Geräten auf OpenLung zurückgegriffen werden könnte. Pro Gerät werden die Kosten derzeit auf ca. 100$ US-Dollar geschätzt.

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